In der Manufaktur kann man "Schwarz sehen"

Kultur Dresdner Künstler besticht durch farblich expressive Akzente und starke Kontraste

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Bis zum 28. Juli lädt eine sehenswerte Ausstellung mit dem Titel "Schwarz sehen" in die Manufaktur der Träume nach Annaberg-Buchholz ein. Präsentiert werden allerdings keine Werke, die eine düstere Weltsicht oder gar Apokalypse zeigen. "Vielmehr handelt es sich um einen Querschnitt aus dem Schaffen des jungen Dresdner Künstlers Ricardo Schwarz.

Künstlerische Reise

Die Exponate zeichnen, wie er selbst sagt, seinen künstlerischen Werdegang in den letzten Jahren nach. Das Spektrum reicht von farbstarken Öl- und Acrylbildern über abstrakte Darstellungen bis hin zu seiner aktuellen Schaffensperiode, in der vor allem Schwarz-Weiß-Kontraste oder Arbeiten auf schwarzem Hintergrund dominieren. Auf diese Weise schließt sich der Kreis zu seinem Namen", informiert Stadtsprecher Matthias Förster. Die Werke bestechen einerseits durch farblich expressive Akzente, andererseits durch starke Kontraste sowie den "Schwarz'schen Kreis", der sich in zahlreichen Motiven wiederfindet.

Eindrucksvolle Titel

Immer wiederkehrende Themen sind das Licht oder Quallen in verschiedenen Variationen. An ihnen fasziniert ihn besonders ihre Fähigkeit zur steten Regeneration, wie zum Beispiel bei Turritopsos nutricola, die angeblich ewig leben soll. Die Bilder von Ricardo Schwarz sind mit "Nachts auf dem Rummel", "Schneeflocken im Flug" oder "Jonathan, die Möwe" sehr lyrisch betitelt. Eindrucksvoll sind auch Darstellungen, die zutiefst Menschliches reflektieren, wie "Geduldsfaden", "Die letzte Zigarette" oder "Kind im Regen".

Ricardo Schwarz, geboren 1989, ist seit 2006 als Autodidakt künstlerisch unterwegs. Seit 2011 arbeitet er als freischaffender Kunstmaler in Dresden, seit 2013 in einem gemeinsamen Atelier mit dem Keramiker Ingolf Hermann, von dem ebenfalls einige Werke in der Manufaktur zu sehen sind.