In diesem Freibad im Erzgebirge weht ein neuer Wind

Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung als Fachangestellte für Bäderbetriebe hat Alina Ludwig gleich einen wichtigen Posten übernommen. Und die 20-Jährige bringt frischen Schwung in ihre neue Arbeitsstätte, indem sie Kurse anbietet.

Gornau

Angesichts von Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius verwundert es nicht, dass im Gornauer Freibad reger Betrieb herrscht. Auch die Sommerferien sorgen dafür, dass gerade junge Besucher im Schwimmbecken Abkühlung suchen. Nicht zu vergessen die Rutsche, Sprungbrett und der Drei-Meter-Turm, an dem sich mitunter Schlangen bilden.

„An heißen Wochenenden können es 800 bis 900 Leute werden“, sagt Alina Ludwig, die erst seit Anfang Juli als Fachangestellte für Bäderbetriebe die Verantwortung in Gornau trägt. Sie selbst trägt auch zur großen Resonanz bei, denn ihre neuen Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit.

Besucher können sich fit halten

Montags, mittwochs und freitags lädt die 20-Jährige am Vormittag zu einem Aqua-Fitness-Kurs ein. „Mit Musik macht es noch mehr Spaß, sich im Wasser zu bewegen“, erklärt Alina Ludwig, die entsprechende Fachkenntnisse aus ihrer Ausbildung mitbringt. Die hat sie absolviert, weil sie das kühle Nass ebenso liebt wie die frische Luft.

Für die Thumerin gibt es keinen schöneren Arbeitsalltag als den in einem Freibad. Entsprechend motiviert wirkt sie in Gornau, wo sie in ihrer kurzen Zeit schon viel erlebt hat. Von kalten Tagen, an denen das Bad zeitig geschlossen wurde, bis hin zum prall gefüllten Becken bei Hitze.

Rettungsschwimmer als wichtige Unterstützung

Gar keine Gäste gibt es aber fast nie. „Unsere fünf, sechs Frühschwimmer sind immer da“, sagt Alina Ludwig über die hart gesottenen Gornauer, die auch in kaltem Wasser und sogar bei leichtem Regen ihre Bahnen ziehen. Ihre Sicherheit ist dabei stets gewährleistet, denn das Freibad kann auf fünf ausgebildete Rettungsschwimmer bauen. „Mindestens zwei rettungsfähige Personen müssen immer anwesend sein“, erklärt Alina Ludwig, an deren Seite sich noch mehr Vertreter der jüngeren Generation engagieren.

Für viele ist es eine kurzfristige Beschäftigung. So nutzen zum Beispiel Studenten die Möglichkeit, von Mitte Juli bis zum 15. September als Rettungsschwimmer etwas dazu zu verdienen. So tragen auch sie dazu bei, dass im Gornauer Bad ein neuer Wind weht.

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