In diesem Museum wird die Suppe neu gekocht

Verein Neudorfer Suppenmuseum ist beliebt bei Jung und Alt

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Steffi Richter und Stefan Süß bei den letzten Handgriffen im neuen Suppenmuseum. Foto: Ilka Ruck

Sehmatal/Neudorf. Wer im Sehmatal unterwegs ist, der sollte auch eine Stippvisite im Neudorfer Suppenmuseum einplanen. Zu dieser Fahrt lädt auch die Fichtelbergbahn herzlich ein. Bei einem Rundgang in dem urigen Haus, entführen sieben Museumsräume in Urgroßmutters Zeiten und laden ein, einen Spaziergang in die Vergangenheit rund um die Suppe zu wagen. Die Zimmer sind im Stil ihrer jeweiligen Exponate hergerichtet und bieten so nicht nur Einblicke in vier Küchenwelten im Einrichtungsstil der Jahre 1910, 1930, 1960 und 1970, sondern lassen mit einmaligen Raritäten die 30er, die 60er und sogar ein 100-Jahre-Zimmer auferstehen. Zu sehen gibt es Gegenstände des alltäglichen Bedarfs, die sich über Jahrzehnte zu wertvollen Ausstellungsstücken profilierten. Reichliche 3.000 Exponate erzählen gelebte Geschichte und Geschichten. Das Motto des neu eingerichteten Museums lautet daher auch "Von der Sage bis zur Gegenwart".

Zig Töpfe, Teller, Terrinen und Pfannen dokumentieren die Geschichte der einfachen Kochkunst in den erzgebirgischen Dörfern. Das herbe Klima in den Bergen und die oft finanziellen Nöte der Erzgebirgler prägten den Alltag der Menschen und unterschiedliche Suppen waren oft die einzig erschwingliche Alltagskost. Umso spannender dürfte ein Blick in ein Kochbuch der ganz besonderen Art sein. In dem Buch "Arzgebirgischer Suppntopp", erhältlich im Museumsladen, sind weit über 100 Rezepte aus der Region zusammengetragen. Diese Sammlung im Suppenmuseum wurde erweitert. Die Vielzahl an Rezepten kann sich jeder Gast, geordnet von A-Z, gern im Museum anschauen. Vielleicht ist ja auch die nächste Suppenmahlzeit der Besucher dabei.