In Ruhpolding wieder vereint

Portrait Skilangläuferin Nadine Herrmann eifert ihrer Schwester nach

Nadine Herrmann vom Bockauer Skiverein ist die sieben Jahre jüngere Schwester der bekannten und schon auf internationalem Parkett erfolgreichen Skilangläuferin Denise Herrmann, die für den WSC Erzgebirge-Oberwiesenthal startet. Zu Denises größten Erfolgen gehört die olympische Bronzemedaille, die sie in Sotschi mit der 4x 5 Kilometer Staffel holte.

Während Denise Herrmann bereits 2009 ihr Debüt im Weltcup gab, startet die 19-jährige Nadine in diesem Winter erstmals bei den Damen. Da die Bockauerin in diesem Sommer an der Eliteschule des Wintersports in Oberwiesenthal ihr Abitur machte, stand die Frage: Wie nun weiter? Überraschungen gab es nicht. Denn Nadine Herrmann folgt ihrer großen Schwester nach Ruhpolding. Und Denise freut sich: "Seit ich in Ruhpolding bin, haben wir uns leider viel zu selten gesehen."

Das hat sich nun geändert: Die beiden ehrgeizigen, erzgebirgischen Skilangläuferinnen und Schwestern teilen sich sogar eine Wohnung. Die jungen Frauen haben in dieser natürlich eigene Zimmer, teilen sich aber die anderen Räume. "Ich will einfach die Erfahrungswerte von Denise nutzen. Es wäre dumm es nicht zu tun", sagt die 19-Jährige Nadine und freut sich ebenfalls: "Es ist schön, dass unsere Familie jetzt wieder enger zusammen rutscht."

Nadine Herrmann verpasste allerdings den Sprung in die Sportfördergruppe, gehört zum Skizug der Bundeswehr. "Mich ärgert das schon ein bisschen", sagt die 19-Jährige, weil die Förderung in der Sportfördergruppe schon noch einmal intensiver sei. Geschuldet ist dies der großen Leistungsdichte im Skilanglauf. Unbeirrt aber will Nadine ihre sportliche Laufbahn weitergehen. Ziele sind solide Platzierungen im Continentalcup und die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in der u23.



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