Industrielandschaften haben ihre eigene Schönheit

Sonderschau Bergbauuseum Oelsnitz zeigt Industriegeschichte mal anders

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Museumsleiter Jan Färber vor einem der Exponate. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Der ehemalige Bergbau hat die Region Westsachsen geprägt: hohe Schornsteine, markante Fabrikgebäude und Bauten zeugen stellenweise heute noch von der Vergangenheit.

Im Bergbaumuseum in Oelsnitz hat jetzt eine Sonderausstellung eröffnet, die unter dem Titel "Westsächsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst" steht.

Bildlich zu sehen sind Industrielandschaften. "Wir zeigen nicht den Arbeiter am Hochofen, sondern eher den Blick in die Landschaft, um das Typische einer Industrielandschaft zu zeigen. Unter anderem rauchende Schlote, die früher für Entwicklung, Fortschritt und Industrie standen", erklärt Museumsleiter Jan Färber.

Kunstsammlungen Chemnitz und Zwickau helfen aus

Um die Ausstellung auf die Beine stellen zu können, hat man viele Recherchen angestellt. Diese seien aber nicht ganz einfach gewesen, so Färber. Es sei schwierig, passende Exponate, also bildliche Motive, zu finden. Unterstützung gibt es von den Kunstsammlungen in Zwickau und Chemnitz und auch von privaten Leihgeber. Mit deren Hilfe ist es gelungen, einen guten Querschnitt von ehemals sächsischen Industrie-Revieren zusammenzustellen.

Bis Oktober ist die Sonderausstellung im Bergbaumuseum in Oelsnitz zu sehen. Dort können sich Interessierte selbst ein Bild davon machen, wie Industrie sich auf die Landschaft auswirkt, wie sie das Bild verändert.

Künstler haben schon immer, jeder in seiner Zeit, die Gegebenheiten festgehalten. Mit Industrie- und Bergbauanlagen ist das nicht anders. In den verschiedener Epochen haben Künstler, jeder mit seinem eigenen Stil, die Regionen in ihren Werken festgehalten.