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Initiative schaut nach Berlin

B 174 Hohndorfer erwarten Ergebnis der Beratung des Verkehrsausschusses

Gespannt schauen die Mitglieder der Hohndorfer Bürgerinitiative (BI) am 16. März nach Berlin. Im Verkehrsausschuss des Bundestages wird an diesem Tag erstmals der Entwurf des Bundesverkehrswegesplans 2015 vorgestellt. Darüber informierte die Freiberger CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, gleichzeitig Mitglied im Verkehrsausschuss. Der Bundesverkehrswegeplan ist für den von der Bürgerinitiative geforderten Bau einer Ortsumgehung der B 174 für Hohndorf und Großolbersdorf wichtig. Der Freistaat Sachsen hat das Bauvorhaben als höchste Kategorie "Vordringlicher Bedarf" zur Aufnahme in den Plan angemeldet. Diese Anmeldung ist unerlässlich für die Planung, die Finanzierung und den Bau von Bundesfernstraßen. Im Plan wird aufgelistet, wo in Deutschland in den nächsten 15 Jahren Autobahnen, Bundesstraßen, Bahnstrecken und Wasserstraßen errichtet oder ausgebaut werden. Bevor der Plan voraussichtlich im Frühsommer beschlossen wird, wird er genau unter die Lupe genommen.

Bis zu einem möglichen Bau der Ortsumgehung versuchen BI und Gemeindeverwaltung den Verkehr auf der Transitstrecke in Hohndorf und Großolbersdorf zu beruhigen. Dazu hat die Kommune im Landratsamt einen Antrag auf Errichtung zweier Blitzgeräte an der Ortsdurchfahrt Großolbersdorf gestellt. Der Antrag wird in der Kreisbehörde bearbeitet. Ob die Verwaltung nochmals einen Vorstoß für Tempo 30 auf der B174 unternimmt, ist ungewiss. Das Bundesverkehrsministerium hatte angekündigt, die Hürden zur Errichtung dieser Geschwindigkeitszonen zu senken.

Landratsamt und Landesamt für Straßenbau und Verkehr hatten 2014 den Antrag der Gemeinde, innerörtlich von 22 bis 6 Uhr Tempo 30 auszuweisen, abgelehnt. Zunächst wolle man nichts unternehmen, so Bürgermeister Uwe Günther.