Innenstädte wollen Trubel zurück

Vortrag Mit kreativen Köpfen zum erfolgreichen Stadtmarketing

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Lilly Vicedom von der Frauen Union.Foto: Katja Lippmann-Wagner

Schwarzenberg. In vielen Innenstädten sieht es leider düster aus. Geschäfte schließen, Geschäftsräume stehen leer und dort wo einst geschäftiges Treiben herrschte, herrscht heute Ruhe. Das Szenario mag etwas übertrieben sein, aber es umreißt ein großes Problem.

Der Internethandel boomt. Die Argumente, die für den Kauf im Netz sprechen, liegen für viele auf der Hand: Günstige Preise, schnelle Lieferung, Einkauf auch deutlich nach Ladenschluss. Ein großes Manko der bekannten Internetanbieter bleibt aber: Der fehlende Service. Will man also die Innenstädte beleben, muss genau dieser Servicecharakter immer und immer wieder nach außen getragen werden.

Facebook nutzen, statt sich davon unterkriegen zu lassen

Doch wie schafft man dies im Zeitalter von Facebook und Apps? Mit dieser spannenden Frage hat sich die Junge Union Erzgebirge und die Frauen Union Erzgebirge im 7 Generationen Forum Erzgebirge auseinandergesetzt. Im Ratskeller Schwarzenberg referierte dazu am Freitagabend zunächst Anne Hofmann von der Rochlitz Nr. Eins.de AG.

Ihr Impulsvortrag stand unter der Überschrift: "Stadtmarketing - Tod und Auferstehung". Plakativ führte Hofmann vor, welche Möglichkeiten sich fürs Stadtmarketing durch soziale Netzwerke und Apps ergeben. So warb Hofmann für Emotionen in der Werbung. Außerdem machte sie deutlich, wie ein Netzwerk aus Händlern, Stadt und Vereinen gemeinsam Erfolg haben und zur Innenstadtbelebung beitragen kann. Kostenlos sei beispielsweise die Werbung über Facebook.

In der anschließenden angeregten Diskussion mit Lilly Vicedom, der Vorsitzenden der Frauen Union, und Ulrike Schröder-Schubert, Händlerin aus Schwarzenberg, aber auch mit sehr vielen Gästen wurden Lücken deutlich und Chancen aufgezeigt.

So möchte Lilly Vicedom, die außerdem Stadträtin und stellvertretende Bürgermeisterin ist und zum Kreativkreis Stadtmarketing in Schwarzenberg gehört, verhindern, dass die Anregungen des Abends im Sande verlaufen. Sie hofft auch in Schwarzenberg auf kreative Köpfe, die das ein oder andere mit anschieben.