Installierte Gerätschaften bestehen Tests nicht

Wetterwarte Keine ausgereifte Messtechnik für Extremstandorte

installierte-geraetschaften-bestehen-tests-nicht
In der Wetterwarte gab es gravierende Datenausfälle. Foto: Ilka Ruck

Kurort Oberwiesenthal. Die installierten Gerätschaften bestehen die Tests auf Bergstationen nicht, dessen ist man sich mittlerweile einig. Auf Bitte des Grünen Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn kam der Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Prof. Dr. Gerhard Adrian kürzlich mit weiteren Vertretern des DWD auf den Fichtelberg, um Probleme der Vollautomatisierung der Wetterwarte zu erörtern.

Gravierende Datenausfälle

Die Situation: Seit dem 1. Januar dieses Jahres gibt es auf Sachsens höchstem Gipfel keine Wetterbeobachter mehr. Die Grünen hatten sich stets für den Verbleib der Wetterbeobachter ausgesprochen und dazu eine Petition im Deutschen Bundestag eingereicht. Nun sind die Befürchtungen eingetroffen: Durch die extrem winterlichen Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn gab es erste gravierende Datenausfälle im automatisierten Messfeld.

So können nun bis auf weiteres keine Daten zu Schneehöhen, Niederschlag oder zum Wassergehalt des Schnees erhoben werden. Dies räumten auch die Vertreter des DWD ein und bekannten, dass speziell für solche Extremstandorte momentan keine ausgereifte Messtechnik zur Verfügung steht und Datenausfälle auch künftig nicht ausgeschlossen werden können.

Befürchtungen sind eingetroffen

"Damit sind die Befürchtungen, auf die wir im Vorfeld der Automatisierung hingewiesen haben, eingetroffen und vom DWD bestätigt worden. Wir haben uns mit dieser rein technischen Datenerhebung bedauerlicherweise auf einen sehr störanfälligen Pfad begeben", erklärt die Kreisvorsitzende der Grünen, Ulrike Kahl.