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Internationaler Tag der Epilepsie: Symptome sind nicht spezifisch

Medizin Altersepilepsie wird oft übersehen trotz starker Häufigkeit

Aue. 

Aue. Anlässlich des Internationalen Tags der Epilepsie thematisiert das Helios Klinikum Aue die Altersepilepsie, eine Erkrankung, die oftmals übersehen wird, da die Symptome nicht spezifisch sind. Wird die Erkrankung erkannt, sind die Beschwerden gut behandelbar. Die Altersepilepsie ist die dritthäufigste Erkrankung von Senioren. Epileptische Anfälle sind im Grunde Krampfanfälle, die durch vorübergehende Funktionsstörungen von Nervenzellen im Gehirn ausgelöst werden. Ein starrer Blick, Bewusstseinsverlust und unkontrollierbare Zuckungen des ganzen Körpers - das ist das weitläufig bekannte Erscheinungsbild eines großen Anfalls.

Hohe Verletzungsgefahr für ältere Menschen

Anders sieht es bei der Altersepilepsie aus, denn da ist meist nur ein bestimmter Bereich des Gehirns betroffen. Charakteristisch, aber leider nicht sehr spezifisch sind Symptome, wie kurz auftretende Abwesenheitszustände, Verwirrtheit oder einfach nur Sprachunfähigkeit. Oftmals wird das als allgemeine Folge des Alters missverstanden und führt dazu, dass die Altersepilepsie oft nicht erkannt wird. Wie Dr. André Sykora, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Auer Klinikum erklärt, bergen epileptische Anfälle besonders für ältere Menschen eine hohe Verletzungsgefahr. Sykora erklärt: "Aufgrund der geringeren Knochendichte im Alter, kann es bei Stürzen schneller zu Knochenbrüchen kommen. Auch das Risiko für Blutungen im Gehirn nach Stürzen (zum Beispiel im Rahmen eines Schädel-Hirn-Traumas), gegebenenfalls auch unter zusätzlicher Dauertherapie mit Blutverdünnern, steigt mit zunehmendem Lebensalter". Wie schwer Altersepilepsie zu erkennen ist, weiß der Mediziner nur zu gut. Oftmals werden erst andere Ursachen, wie kurzzeitige Hirndurchblutungsstörungen, Hirntumore, Migräne oder Nebenwirkungen von Medikamenten ausgeschlossen. Altersepilepsie sei unter Berücksichtigung altersbedingter Besonderheiten mit modernen Antiepileptika gut behandelbar, erklärt Sykora.