Investition von 60.000 Euro

Baugeschehen Wolkensteiner Schlossmauern werden saniert

Sie sind teilweise viele Jahrhunderte alt und haben in der Vergangenheit auch dafür gesorgt, Schloss Wolkenstein vor unerwünschten Gästen zu schützen. Heute sind sie teilweise ein Sorgenkind der Stadtverwaltung und müssen in den kommenden Jahren aufwendig saniert werden: die Mauern des historischen Gemäuers in der Bergstadt. Los geht es nächstes Jahr sobald es die Witterung zulässt. Dann wird ein Mauerabschnitt in Höhe des historischen Dörfchens gegenüber dem Schlossteich saniert. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung des Jahres die Arbeiten dafür an ein Unternehmen aus Chemnitz vergeben. Mit knapp 60.000 Euro hatte die Firma das wirtschaftlich günstigste Angebot von insgesamt zehn Betrieben unterbreitet. Für die Bauarbeiten erhält die Stadt Geld aus dem Programm des Städtebaulichen Denkmalschutzes.

Da die Stadtverwaltung unmöglich alle Mauern gleichzeitig sanieren lassen kann, soll möglichst jedes Jahr ein Teil der Schutzanlage erneuert werden. Bauamtsleiter Jens Voigt geht davon aus, dass die Arbeiten bis 2020 dauern werden. Als besonders dringlich schätzt er unter anderem die Sanierung der Mauer am Kräutergarten, die den Garten von der unteren Ebene trennt, ein.

An den Mauern können verschiedene Arbeiten notwendig sein. So ist es möglich, dass sich beispielsweise die Seiten der Mauern wölben oder einzelne Steine aus den Natursteinmauern schon herausgefallen sein. Auch die Fundamente der Mauern müssen auf ihre Standfestigkeit geprüft werden. Als Grund für die Veränderungen nennt der Bauamtsleiter die Feuchtigkeit sowie den Erddruck. Wie alt die Mauern genau sind, könne niemand so richtig sagen, so Voigt. Das sei zudem auch ganz unterschiedlich.