Investitionen gehen auch nach Stadionumbau weiter

Fußball Bürgermeister Kohl hofft auf guten Tabellenplatz für Aue

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Oberbürgermeister Heinrich Kohl. Foto: Carsten Wagner

Aue. Brücken- und Sportstadt lautet der Beiname von Aue. Denn Mannschaften aus Aue mischen in verschiedenen Sportarten in den höchsten Spielklassen der Bundesrepublik mit. Über Fußball und die neue Arena hat Katja Lippmann-Wagner mit Oberbürgermeister Heinrich Kohl gesprochen.

Welche Bedeutung hat das Stadion für die große Kreisstadt Aue?

Das ist eines der Sonderbauwerke, die unsere Sportstadt repräsentieren. Wir fühlen uns da in besonderer Weise geehrt. Der Neubau hat als Spielstätte unseres Zweitligisten eine ganz wesentliche Bedeutung für uns als Stadt.

Wie haben Sie die zweijährige Bauphase erlebt?

Das ist vielleicht ein weiteres "Wunder" von Aue. Hier hat die öffentliche Hand gebaut und zwar losweise, in Fachlosen. Alle Ausschreibungsvorschriften wurden eingehalten und mit den Kosten sind auf dem Punkt gelandet. Besser kann es die öffentliche Verwaltung nicht machen. Da muss ich dem Landkreis mein höchstes Lob aussprechen.

Nun war der Bau im Vorfeld nicht unumstritten. Wie ist jetzt die Stimmung in Aue?

In Aue war es sicherlich unumstritten, dass man bauen will und muss. Bei uns stand nur die Finanzierungsfrage im Raum. Aber auch unser Anteil ist jetzt akzeptiert. Man sieht, was damit gemacht wurde und es war sehr erfolgreich. Es ist auch gut, dass es keine Dreiviertellösung, sondern eine Komplettlösung ist.

Die Stadt wird aber in Sachen Sport weiterbauen. Was steht als nächstes an?

Wir haben in den nächsten Jahren mit dem Nachwuchsleistungszentrum zu tun. Da gibt es allerdings große Fördermittel. Ist das abgeschlossen, ist es eine runde Sache - dann haben wir , die Kommunalkörperschaften, insgesamt 30 Millionen investiert.

Traurig waren die Leichtathleten, weil ihre einstige Sportstätte zu einer reinen Fußballarena umgebaut wurde. Auch dafür hat sich eine Lösung gefunden - Wie ist da der Stand der Dinge?

Durch das Nachwuchsleistungszentrum, dem Sport- und Freizeitzentrum, erhalten auch die Leichtathleten einen neuen Laufring und neue Möglichkeiten. Da wir in einem Sonderprogramm des Bundes sind, ist nicht nur ein Bauabschnitt geplant. Sämtliche Bauabschnitte werden nacheinander umgesetzt. Bereits Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres können wir den neuen Laufring übergeben.

Was schätzen Sie am Stadion?

Ich finde es gut, dass wir keine VIP-Logen gebaut haben, sondern fast gleichberechtigt dort sehen und gesehen werden. Das ist vor und nach dem Spiel ein Feld zur Kommunikation. Das ist so ähnlich wie in unserer französischen Partnerstadt Guingamp, in der Fußball zwischen den Gängen des Menüs als ein Lustspiel, wie bei Ludwig XIV, angesehen wird.

In Aue steht natürlich der Fußball im Fokus, aber es gibt alle Möglichkeiten, Fußball an den Spieltagen zu genießen. Nun trägt die Mannschaft eine hohe Verantwortung, damit sich diese Investition rentiert hat.