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Irrer Pokalfight 2005: Als Ballack Lila-Träume platzen ließ

DFB-Pokal Vor gut 15 Jahren empfingen die Lila-Weißen Bayern München

Aue. 

Aue. Es gibt Geschichten, die werden immer und immer wieder erzählt und ausgeschmückt. Irgendwann weiß keiner mehr, ob sie sich wirklich so zugetragen haben, wie sie erzählt werden. Dazu dürfte auch jene Geschichte gehören, dass Erfolgstrainer Gerd Schädlich die Möglichkeit hatte Michael Ballack zu verpflichten. Doch Schädlich lehnte den späteren Nationalspieler und Kapitän Michael Ballack ab. Gerd Schädlich aber dürfte mit Ballack nicht die Ablehnung verbinden, sondern vor allem eine ganz andere Situation. Und diese dürfte für Schädlich schmerzhafter in der Rückschau sein. Denn am 26. Oktober 2005 traf der FC Erzgebirge Aue in der 2. Rundes des DFB-Pokals auf den deutschen Rekordmeister - auf Bayern München. Das alte Erzgebirgsstadion war mit 16.500 Zuschauern rappelvoll. Die Tickets waren heiß begehrt. Die Fußball-Anhänger im Stadion und vor dem Fernseher erlebten ab 20.30 Uhr eine Sternstunde der Lila-Weißen. Sie stemmten sich mit Mann und Maus gegen die damals übermächtigen Bayern. Schiedsrichter war Peter Gagelmann aus Bremen.

Umstrittene Schiedsrichterleistung

Er stand heftig in der Kritik, weil er sich in der Begegnung mehrere Patzer erlaubte. So wurde ein Tor aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition der Bayern nicht gegeben. Für ein Foul an Sebastian Helbig hätte es hingegen einen Elfmeter geben müssen. Für einen Ellenbogencheck gegen Sven Günther hätte Bastian Schweinsteiger durchaus auch die rote Karte sehen können. Vom Kicker bekam Gagelmann damals nur die Note 5,5. Lange Zeit sah es danach aus, dass der kleine Zweitligist gegen den großen Bundesligisten, der von Felix Magath trainiert wurde, sogar in die Verlängerung gehen könnte. Genau das hatte Cheftrainer Gerd Schädlich damals gefordert: Mit einer starken Abwehrleistung dem Goliath entgegentreten. Dabei ließ Schädlich sogar mit drei Stürmern spielen. Doch es kam die 80. Minute. Bayern bekam einen Freistoß zugesprochen. Willy Sagnol, der damalige französische Nationalspieler, zog in den Strafraum der Auer ab. Ballack stand goldrichtig und köpfte den Ball zum 1:0-Sieg ein. Im Tor standen Titan Oliver Kahn auf der Seite der Bayern und auf Auer Seite Tomasz Bobel.

BLICK blickt rund um das Vereinsjubiläum auf 75 Jahre Wismut und Erzgebirge Aue zurück. Die nächste Story gibt es am morgigen Mittwoch.



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