Ist Stützengrün älter als bisher gedacht?

Fund Historisches Dokument entdeckt

Stützengrün. 

Stützengrün. In der Gemeinde Stützengrün steht 2021 eigentlich das 475-jährige Ortsjubiläum an. Oder doch nicht? Bisher hat man den Befreiungsbrief der Edlen von der Planitz aus dem Jahr 1546 quasi als Zeitzeugnis in Fragen Ortsgründung angenommen. Doch jetzt stellt sich die Frage, ob die Ortsgeschichte neu geschrieben werden muss, denn es ist ein Dokument gefunden worden, das darauf schließen lässt, dass Stützengrün noch ein paar Jahre älter ist, als bisher angenommen.

Urkunde von 1539 gefunden

Wie Stützengrüns Bürgermeister Volkmar Viehweg erklärt, gibt es eine Urkunde, die im Jahr 1539 datiert ist. Dort geht es um den Verkauf des Mühlgutes. Wie Viehweg erklärt, habe über Jahrzehnte niemand, bis auf Alfred Goldmann, der einst Ortschronist in Stützengrün gewesen ist, weiter geforscht. In dessen Nachlass, so Vieweg, habe man Schriftverkehr mit dem Staatsarchiv in Weimar gefunden. Dazu muss man wissen, dass das Herrscher-Geschlecht der Edlen von der Planitz vermutlich und das bestätigt sich, Urkunden in Greiz, Erfurt und Weimar und nicht in Dresden gelagert hat. Damit ist Alfred Goldmann, der sich mit dem Patrizierhaus und dem Mühlgut beschäftigt hat, wahrscheinlich schon auf der richtigen Fährte gewesen, so Viehweg. Doch nach seinem Tod habe sich niemand mehr so richtig auf den Weg gemacht, um zu schauen, ob es noch etwas gibt. "Jetzt hat man neues Material und das stammt aus der alten Mühle. Paul Bretschneider, der dort gewohnt und gearbeitet hat, hat viele Dinge bewahrt und das kommt uns zugute", sagt Viehweg. Auch die Urkunde von 1539 gehört zu den Funden.