Italiener kickt und kocht

Fußball Calogero Rizutto gewöhnt sich ans Autogramme schreiben

Calogero Rizutto wurde 1992 in Saarbrücken geboren. Doch der sympathische Verteidiger, der es auf 1,70 Meter bringt und mit seinem Lächeln die Herzen im Sturm erobert, hat italienische Wurzeln. Und diesen italienischen Teil in Rizutto spürt jeder, der sich mit ihm unterhält: "Ich bin ein ziemlicher Familienmensch.

Ich habe viel telefonischen Kontakt zu meinen Eltern, weil ich ja doch weit weg wohne", so Calogero Rizutto. Von seinem Vater habe er die Kochkünste geerbt, schließlich haben seine Eltern ein italienisches Restaurant: "Simon Handle und Simon Skarlatidis - wir wohnen in einem Haus. Da kochen wir auch zu dritt zusammen. Aber ich lade auch andere Spieler gern ´mal zum Essen ein."

Im Erzgebirge ist er aber längst angekommen, fühlt sich wohl: "Es ist sehr schön hier. Man merkt auch, wie sehr die Menschen mitfiebern." Wenn er einkaufen geht, wird er immer wieder angesprochen. "Ich hatte das vorher noch nie und bin da eher bescheiden."

Neu ist für ihn auch, dass er immer wieder nach einem Autogramm gefragt wird: "Ich bin das nicht so gewöhnt, weil es das in der zweiten Mannschaft so nicht gab." Denn vor seinem Engagement im Lößnitztal hat Calogero Rizutto bei den Bubis von Kaiserslautern gespielt, wo er auch bereits zur u19 und zur u17 gehörte.

Zu seinen Beweggründen nach Aue zu kommen, verrät der 23-Jährige: "Es ist ein sehr großer Traditionsverein." Als er dann noch gehört habe, dass Pavel Dotchev als Trainer ins Lößnitztal kommt, musste er nicht mehr lang überlegen: "Ich hatte gehört, dass er auf junge Spieler setzt. Das ist in der 3. Liga nicht alltäglich, denn dann werden oft erfahrene Spieler gesucht." Der Mix aus jungen und erfahrenen Spielern sei in Aue sehr gut: "Man braucht auch einen Leitwolf, der jemanden führt."