Jecken regieren im Erzgebirge

Fasching Mit Witz wird große und kleine Politik kritisiert

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In Grünhain-Beierfeld schließen sich kritische Programmteile und die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Joachim Rudler nicht aus.Foto: Carsten Wagner

Aue. In den Gemeinden und Städten haben die richtigen Bürgermeister ihren Chefsessel räumen müssen, denn es regieren die Narren. Und die haben nicht nur viel Spaß, sondern ganz oft auch Kritisches anzumerken. So lädt der Beierfelder Faschingsverein auch in diesem Jahr wieder zu einer großen Veranstaltung in die Spiegelwaldhalle ein. Und da werden nicht nur platte Witze gemacht, sondern auch die große und die kleine Politik auf die Schippe genommen.

Faschingschef Daniel Rülicke hatte bereits zur Entmachtung am 11.11.2016 mit einer gereimten Büttenrede für Begeisterung im Rathaus gesorgt. Beim ACK ist Ralf Sommerfeldt in dieser Saison der Faschingsprinz: "Nach drei, vier Bier wird man einfach dazu überredet", so der 33-Jährige, der im wahren Leben Sportwissenschaftler ist und Gesundheitskurse anbietet. Als gebürtiger Crottendofer liebt er den Karneval schon lang, verriet er zur Auftaktveranstaltung im November. Nach dem Studium ging er nach Erlabrunn. Dort brach sich die Faschingsbegeisterung beim zweifachen Vater erneut ihren Weg. Vor einem Jahr habe es dann ein unvergessliches "Anwärter-Gespräch" gegeben.

"Als ich dann zugesagt habe, wurde sofort ein Vertrag abgeschlossen." Ganz in Faschingsmanier geschah dies auf dem Getränkezettel. Weil Beate Weiß (36) aus Bermsgrün während dieses Prinzen-Überredungsgespräches dabei war, musste sie gleich der Rolle als Prinzessin zustimmen. "So war es", lacht sie, die viele Jahre zu den Funken des ACK gehörte.

Das Motto der Saison lautet in diesem Jahr: Stars for free in Barmesgrie.