Jeder kann helfen: Schaffung von neuem Lebensraum für gefährdete Tiere

Projekt Landschaftspflegeverband startet Modellprojekt

Aue-Schwarzenberg. 

Aue-Schwarzenberg. Nachahmung ausdrücklich erwünscht: Der Landschaftspflegeverband (LPV) Westerzgebirge mit Sitz in Lindenau schiebt ein Modellprojekt an. Passend zum Frühlingsbeginn sollte die Auftaktveranstaltung laufen. Diese fällt aufgrund der aktuellen Lage vorerst aus. Weiter gehen soll es, wenn sich die Situation wieder normalisiert hat. Das Programm "Mehr Natur in Dorf und Stadt" dient der biologischen Vielfalt. "Jedermann soll durch verschiedene Angebote animiert werden, sich für den Schutz von Flora und Fauna einzusetzen", sagt Luise Eichhorn, Regionalkoordinatorin beim LPV.

Gefährdeten Tieren das Leben retten

Das geht meist leichter, als mancher glaubt. "Wir wollen über bestimmte Sachverhalte aufklären und Ideen vermitteln, die jeder im eigenen Garten, auf dem Balkon oder anderswo umsetzen kann." Materialien, die beispielsweise beim Obstbaumschnitt übrig bleiben - also die abgesägten Äste - diesen als Baustoff für Igel-Domizile. "Diese Bauten für die stacheligen Gesellen haben in jedem Garten Platz", sagt Eichhorn. Und sie können den gefährdeten Säugetieren das Leben retten. Die Schutzzone für Igel sind dichte Hecken. Ein Totholzhaufen kann gleichermaßen als Unterschlupf dienen.

Diverse Veranstaltungen geplant

Im Rahmen des Modellprojekts soll es verschiedene Aktionen gehen. Themen gibt es genügend. Bis 2022 sind mindestens zwei Kurse pro Jahr geplant. Die Siedlungsräume Dorf und Stadt stehen stets im Fokus. "Und Wege, wie Mensch und Tier in Einklang leben können." Weiterhin im Plan ist nach den eigens kreierten Ausstellungen zu heimischen Vogelarten und Insekten eine Schau über Fledermaus, Rauchschwalbe & Co..