Jetzt sollen benachteiligte Jugendliche gefördert werden

Sozial Arbeitsbündnis für eine Jugendberufsagentur geplant

jetzt-sollen-benachteiligte-jugendliche-gefoerdert-werden
Foto: Getty Images/sturti

Annaberg-B. "Keiner darf verloren gehen!" das ist das Motto einer neuen Initiative, um junge Menschen am Übergang von der Schule zum Beruf noch besser zu unterstützen.

Arbeitsagentur und Erzgebirgskreis wollen enger zusammenarbeiten

Dazu planen der Erzgebirgskreis und die Annaberger Arbeitsagentur ein Arbeitsbündnis für eine Jugendberufsagentur. Ziel der Kooperation ist es, jedem Jugendlichen, ausgerichtet an seinen persönlichen Bedürfnissen, eine ganzheitliche und vernetzte Betreuung beim Übergang von der Schule in den Beruf anzubieten. Deshalb wollen die Arbeitsagentur und der Erzgebirgskreis ihre Aktivitäten noch enger verzahnen.

Im Fokus stehen insbesondere benachteiligte junge Menschen unter 25 Jahren ohne Berufs- und Studienabschluss. Frank Reißmann als Abteilungsleiter Soziales und Ordnung informiert: "Es gibt junge Menschen mit multiplen Problemen, wie Suchtgefährdung oder Schulden, kombiniert mit einem schwierigem sozialen Umfeld. Hier ist das Hintergrundwissen über jeden Einzelnen für passgenaue Unterstützungsbedarfe notwendig. Dies setzt zum einen ein Vertrauensverhältnis zu den jungen Menschen voraus, aber auch Transparenz und gute Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen. So genannte 'Hartz IV-Karrieren' sollen erst gar nicht entstehen."

So sieht das auch Agenturchef Siegfried Bäumler. Denn er weiß: "Aktuell sind im Erzgebirgskreis zirka 600 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, davon haben rund 400 keine abgeschlossene Berufsausbildung. Damit sind zwei Drittel aller arbeitslos gemeldeten Jugendlichen ohne Berufsabschluss, mit der Folge einem permanent höheren Risiko auf Arbeitslosigkeit ausgesetzt zu sein." Möglichst bis zum Herbst sollte die Kooperationsvereinbarung auf den Weg gebracht sein.