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Job-Center Erzgebirge auf gutem Weg

Arbeitsmarkt Ansatz für spezielle Personen-Gruppen

Aue. 

Der Erzgebirgskreis zieht Bilanz: zwei Jahre existiert das kommunale Job-Center Erzgebirge. Es steht die Aufgabe, die Abhängigkeit der Menschen im Landkreis von öffentlichen Hilfen zu verringern. Erste Schritte auf dem Weg sind getan: 2013 hatte man beispielsweise im Vergleich zum Vorjahr immerhin 935 Bedarfsgemeinschaften weniger im Bezug und insgesamt 1558 Personen weniger. "Diesen Bürgern konnten wir behilflich sein, in einen strukturierten Tages- und Arbeitsablauf zu gelangen", erklärt Frank Reißmann, Geschäftsführer des Job-Centers. Landrat Frank Vogel ist Realist: "Sicher wird es nicht gelingen, alle Betroffenen in eine 100-prozentige Erwerbstätigkeit zu bekommen." Es gibt Menschen, die nicht ohne weiteres in eine Tätigkeit vermittelt werden können und eines erheblichen Unterstützungsaufwandes bedürfen. Man müsse versuchen, diesen Unterstützungsbedarf sukzessive zurückzufahren und die Betroffenen in reguläre Arbeit zu vermitteln, sagt Reißmann. Ganz vorn in der Arbeit des Job-Centers steht die inhaltliche Frage. Dort geht es darum, zielgruppenspezifisch Vermittlungsstrategien für besondere Personen-Gruppen zu entwickeln. In den letzten beiden Jahren habe man sich besonders vier Gruppen gewidmet, sagt Landrat Frank Vogel. Dazu zählen Jugendliche, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung und Menschen mit schwerwiegenden sozialen Hintergründen. Um die Ziele zu erreichen, galt es, eine ganzheitliche Betreuung anzugehen. Im Frühjahr 2013 habe man ein Netzwerk implementiert, um noch besser auf die Belange der einzelnen Betroffenen eingehen zu können. Das Job-Center sieht man demnach nicht als Einzelnes, sondern versucht die Referate Jugendhilfe, Soziale Hilfen und den öffentlichen Gesundheitsdienst mit einzubinden, was auch Früchte trägt.