Jobmesse sorgte für volle Häuser

Pendleraktionstag Das Erzgebirge punktet mit Lebensqualität

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Alexander Carl und Anja Fröhner vom WPA konnten zum Pendleraktionstag mit Vorurteilen aufräumen. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Bereits zum 6. Mal startete die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE) gemeinsam mit der Annaberger Arbeitsagentur, der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge und der Industrie- und Gewerbevereinigung Aue den Pendleraktionstag Erzgebirge.

12 Prozent sind zurück

Über 60 erzgebirgische Unternehmen unterschiedlichster Branchen präsentierten sich und mehr als 1.000 Pendler und Rückkehrwillige nutzten die regionale Jobmesse im GDZ Annaberg und am Donnerstag im Kulturhaus Aue, um sich über Jobperspektiven in der Heimat zu informieren.

Dass das Gesamtpaket sich am Ende rechnet, zeigen die Zahlen. So sind bereits 12 Prozent der Weggezogenen wieder im Erzgebirge zurück. Das weiß auch Matthias Lißke, Geschäftsführer der WFE GmbH.

Er sagte: "Gerade junge Familien können hier im Erzgebirge mit weniger Lohn besser auskommen als in größeren Städten. Auch von den jüngeren Leuten sind viele wieder da, denn es ist schick, wieder zu Hause zu sein. Manche haben sich bewusst für die Heimat entschieden, weil sie einfach nachgerechnet haben. Außerdem ist das Erzgebirge eine sichere und ruhige Region mit guter Lebensqualität, vielen Arbeitsplätzen und Menschen mit Herz."

"Mit Vorurteilen aufräumen"

"Vor der Haustür" arbeiten, bedeutet nun mal echte Lebensqualität. Alexander Carl ist Personalmanager in der Gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH (WPA), an dessen Stand sich mehrerer Interessierte zum Unternehmen erkundigten. Für ihn steht fest: "Der Pendleraktionstag ist vor allem auch wichtig, um speziell in unserer Branche mit Vorurteilen aufzuräumen. So wurde gefragt, ob wir unter dem Mindestlohn bezahlen und ob wirklich 1000 Überstunden anfallen. Hier vor Ort kann man dies alles persönlich aufklären und das kommt immer besser an, als Informationen nur aus dem Internet."