Johanngeorgenstadt unter Wasser: Helfer stapeln 4000 Sandsäcke

Flut Zahlreiche Helfer bei Minusgraden im Einsatz

Johanngeorgenstadt. 

Johanngeorgenstadt. So haben sich die Kameraden den Samstag sicherlich nicht vorgestellt. Bereits am Samstagvormittag wurden die Kameraden nach Johanngeorgenstadt, in die Schwarzenberger Straße zu einem Wasserschaden alarmiert.

Vor Ort angekommen, bestätigte sich der Notruf. Vermutlich durch frühere Schächte des Wismuts, gelangte unterhalb eines Hanges, Wasser durch das Erdreich und überflutete ein Grundstück. Teilweise stand das Wasser bis zu 40 Zentimeter hoch. Zudem drohte das Wasser eine angrenzende Straße sowie ein Haus zu unterspülen.

Umgehend begannen die Kameraden das Wasser zu Bändigen und errichteten mit Sandsäcken einen Wall. Dennoch suchte sich das Wasser immer wieder einen Weg in das tiefergelegene Grundstück. Zeitgleich versuchte man mit mehreren Pumpen das Wasser abzupumpen, leider ohne Erfolg.

Am späten Nachmittag, wurde dann das Technische Hilfswerk aus den Regionalbereichen Aue-Schwarzenberg, Annaberg und Chemnitz hinzugezogen. Diese rückten mit schwerem Gerät und Spezialtechnik an. Bis zum späten Samstagabend transportierten sie etwa 4000 Sandsäcke mit einem LKW zum Einsatzort und stapelten diese vor dem Grundstück auf, um einen noch größeren Wasserschaden zu verhindern. Eine körperlich anstrengende Arbeit für die Kameraden der Feuerwehr bei minus 15 Grad, die zumal bereits über 10 Stunden im Einsatz sind.

Im Einsatz waren zirka 40 Kameraden von Feuerwehr und THW. In den nächsten Tagen muss nun geprüft werden, woher all das Wasser kam. Erst vor ein paar Jahren, spielte sich dasselbe Szenario ein paar hundert Meter weiter entfernt schon einmal ab. Auch hier musste man damals ein Haus vor den Fluten schützen.