Jubiläum wird begangen

Tradition Bergstadt Schneeberg hat seit 350 Jahren ein Bürgermeisterprivileg

Die Bergstadt Schneeberg ist bekannt dafür, dass Traditionen gepflegt werden. Dazu gehört auch die Verleihung des Bürgermeisterprivilegs mit Wappenzeremoniell und Wildbret-Übergabe, die immer im Rahmen des Westerzgebirgischen Öko- und Streuobstmarktes zelebriert wird. Dieses Jahr steht eine große Zahl hinter diesem Ereignis, denn verliehen wurde das Privileg durch den Kurfürsten Johann Georg II 1665, also genau vor 350 Jahren. Außerdem gab es damals ein neues Stadtwappen, das bis heute zu den schönsten der erzgebirgischen Städte gehört. Das Jubiläum nimmt man in Schneeberg zum Anlass, das Geschehen besonders in Szene zu setzen. Besucher können gespannt sein. Interessant wird es heute ab 10 Uhr. Der 21. Öko- und Streuobstmarkt, eine Veranstaltung des Landschaftspflegeverbandes Westerzgebirge, öffnet bereits 9 Uhr seine Tore. Dort verbinden sich Handel, traditionelles Handwerk und die Präsentation von Verbänden und Vereinen. Es sind in diesem Jahr mehr als fünfzig Anbieter, die ihr ihre Produkte aus der Direktvermarktung und aus dem einheimischen Handwerk zeigen. Mit von der Partie sind die Landfrauen aus Lindenau. Sie versetzen die Gäste des Marktes in eine längst vergangene Zeit und zeigen, wie früher Butter hergestellt wurde. Auch rührt man eine traditionelle Kartoffelsuppe ein. Bei aller Regionalität: etwas Exotisches gibt es auch. Beim Öko- und Streuobstmarkt widmet man sich der Kiwi, eine Frucht, die man eher in südlichen Gefilden sucht. Doch die Kiwi hat längt in die Gärten in den Weinbaulagen Einzug gehalten. Es gibt sogar winterharte Sorten, die selbst im Erzgebirge gedeihen. Neugierige können sich in Schneeberg von Experten in Fragen Kiwi beraten lassen. Geplant ist zudem ein Platzkonzert der Schneeberger Bergkapelle ab 11.30 Uhr.