Jubiläum: Zschopauer feiern zehn Tag lang

Stadtfest Offizielle Eröffnung findet am Freitag an historischem Ort statt - Stadt hat 725-jährige Geschichte

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Am Fuße von Schloss Wildeck, dessen Türme als Festsymbol für das Stadtjubiläum dienen, vollzogen Mitarbeiter der Stadt in dieser Woche den letzten Feinschliff. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Zehn Tage lang wird ab Freitag in Zschopau gefeiert, denn die Stadt existiert inzwischen seit 725 Jahren. Das Jubiläum will Oberbürgermeister Arne Sigmund nutzen, um "nach außen hin zu zeigen, dass es hier vorangeht, wie bunt unsere Stadt ist und was die Zschopauer alles auf die Beine stellen können".

Dementsprechend vielfältig und umfangreich wurde das Jubiläumsprogramm gestaltet, das am Freitag, 16.30 Uhr an der Zschopautalbrücke offiziell eröffnet wird. Dieser Ort wurde aus einem ganz bestimmten Grund gewählt, denn dort liegen die Wurzeln der Stadt.

Woher stammt der Name Zschopau?

Einer der drei böhmischen Steige führte hier entlang, sodass Kaufleute auf dem Weg zwischen Leipzig und Prag an dieser Stelle den Fluss überquerten. Sowohl das Gewässer als auch die Ansiedlung, die entstand, erhielten einen Namen, der auf den Charakter der Natur zurückzuführen ist. "Skapp", der Wortstamm von Zschopau, steht im Slawischen für Fels oder Klippe.

Eine erste urkundliche Erwähnung stammt bereits aus dem Jahr 1286, doch erst ab 1292 wurde Zschopau als befestigte Stadt, eine sogenannte Civitas, bezeichnet. Für reisende Händler spielte der Ort eine wichtige Rolle, denn hier begann oder endete ihr beschwerlicher Weg durch den dichten Wald des Erzgebirges.

Der "Dicke Heinrich" wurde als Wach- und Wohnturm gebaut

Ihr Spruch "Zschap mei Geeß", was "Zschopau mein Jesus" bedeutet, ist noch heute an der Brücke in Stein gemeißelt. Damit baten die Händler um Glück für den bevorstehenden Reiseabschnitt oder bedankten sich dafür, dass sie diesen heil überstanden hatten.

Zum Schutz des Flussübergangs wurde im zwölften Jahrhundert der "Dicke Heinrich" als Wach- und Wohnturm gebaut. Bis heute gilt der Bergfried, um den herum später das Schloss Wildeck entstand, als Wahrzeichen der Stadt. Deshalb ist er auch auf dem Logo zu sehen, das für das diesjährige Stadtjubiläum entworfen wurde.

Am Fuße des "Dicken Heinrichs" wird es vom 18. bis 27. August rundgehen.