Jugendliche bekommen Gefühl für Bundestagswahl

U18-Wahl Junge Leute werden in Demokratie eingebunden

jugendliche-bekommen-gefuehl-fuer-bundestagswahl
Oliver Seidel ist im Bereich flexibles Jugendmanagement beim Kreisjugendring Erzgebirge tätig. Foto: R. Wendland

Aue. Um wählen zu können, muss man 18 Jahre alt sein. "Das ist leider so", sagt Oliver Seidel, der im Bereich flexibles Jugendmanagement beim Kreisjugendring Erzgebirge tätig ist. Im Kulturzentrum "Goldne Sonne" in Schneeberg ist jetzt eine U18-Wahl gelaufen, wo Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren ihre Stimme abgeben konnten. Die Wahl gab es deutschlandweit.

Möglichkeit zur demokratischen Mitbestimmung

Warum man in Schneeberg ein Wahllokal eingerichtet hat, erklärt Oliver Seidel: "Die Wahl ist ab 18 Jahre, doch wir wollen ganz einfach, dass auch jüngere schon das Gefühl dafür bekommen, was Wahl bedeutet und wie das Ganze abläuft. Sie sollen erkennen, dass die Wahl eine Möglichkeit der demokratischen Mitbestimmung ist." Man sei bestrebt, Jugendliche in demokratische Prozesse einzubinden und ihnen klar zu machen, was Demokratie bedeutet. "Jugendliche sollen sich beteiligen und sich mit Partei-Inhalten auseinandersetzen", so Seidel, der aus Erfahrung weiß: "Es gibt viele Jugendliche, die politisch nicht so interessiert sind. Diese jungen Leute will man mit der Aktion dafür begeistern, sich mit der Thematik zu beschäftigen."

Gerade die Zeit vor der Bundestagswahl sei eine gute Gelegenheit, Kenntnisse zu demokratischen Prinzipien, Wahlen und Parteien zu vermitteln. Schade ist, dass die Ergebnisse der U18-Wahl keinen Einfluss auf die Bundestagswahl haben, so Seidel. Die Ergebnisse der U18-Wahl sind im Internet unter www.u18.org veröffentlicht.