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Jugendliche richten Bahnhofsgelände her

Aktion Rund 500 Arbeitsstunden wurden investiert

Lugau. 

Lugau. Die Jugendgruppe "Lugauer Eisenbahnfreunde" hat im Rahmen ihres neuesten Projekts weiter am ehemaligen Bahnhofsgelände gearbeitet. Unter dem Motto "Junge Leute, alte Gleise" kreierten sie ein neues Sitzareal neben dem Bahnwärterhäuschen. Außerdem legten sie das älteste Abstellgleis Deutschlands, dessen Schienen von 1915 sind, frei und richteten es her. Weiterhin sanierten sie einen alten Prellbock und stellten eine Kipplore von 1930 auf, die der Niederwürschnitzer Förderverein für Umweltgestaltung und soziale Betreuung leihweise für zehn Jahre zur Verfügung stellt.

Das Projekt wurde von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung mit 2500 Euro unterstützt. "Die Arbeiten dauerten von Mai bis Oktober und wurden in Eigenleistung und mit Unterstützung des städtischen Bauhofes durchgeführt", erzählt Holger Junghans alias "Fritz", der als Sozialarbeiter beim Kreisjugendring Erzgebirge arbeitet. Insgesamt investierten sie rund 500 Arbeitsstunden. Außerdem bauten die Lugauer Eisenbahnfreunde in Zusammenarbeit mit dem Verein "Gemeinsam Stark im Erzgebirge" auch ein Modell des Bahnhofs aus dem Jahr 1910 im Maßstab 1 zu 50 nach. Dieser entstand im Rahmen des Projektes "Spurensuche 2019" und erforderte mehr als 200 Arbeitsstunden, die sich auf fast ein Jahr verteilten.

Als Werkstoff wurde Sperrholz verwendet, die Materialkosten lagen bei 500 Euro. Das Modell bleibt zur Dauerausstellung im Bahnwärterhäuschen stehen. Die Lugauer Eisenbahnfreunde haben derzeit zehn Mitglieder, sind aber immer auf der Suche nach neuen Interessenten. Marcel Richter und Sebastian Jung erklären: "Wir wollen 2021 einen eigenen Verein gründen, um Fördermittel für die Deckung der Betriebskosten und die Anschaffung einer Draisine und eines Eisenbahnwaggons beantragen zu können".