Jugendliche sanieren Naturlehrpfad

Aktion Beliebter Wanderweg lädt zum bewussten Naturerleben ein

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Petr Votík, David Dráb, Babett Schreiter, der Betreuer Pavel Sekera, Vereinsmitglied Mathias Schmidt und die Dolmetscherin Slávka Wendholí (v.l.) an einer der Stationen des Naturlehrpfades. Foto: Jan Görner

Pobershau. Deutsche und Tschechen haben kürzlich gemeinsam den Naturlehrpfad an der Naturschutzstation im Hinteren Grund saniert. Dieser existiert bereits seit 1995. Da die Elemente an den insgesamt acht Stationen im Wesentlichen aus Holz gebaut worden sind, nagt der Zahn der Zeit hier besonders schnell. Daher wurde er etwa 500 Meter lange Weg bereits vor acht Jahren schon einmal saniert.

"Hier müssen wir unsere Arbeit zu Ende bringen."

Die Mitwirkenden kamen in diesem Jahr wieder aus einer Berufsschule in Žatec (dt. Saaz) sowie vom Institut für Gesundheit und Bildung aus Großrückerswalde. "Mir hat die Arbeit Spaß gemacht, obwohl sie auch sehr anstrengend gewesen ist", sagte Anna B. (Name geändert und der Redaktion bekannt). Sie ist süchtig nach Crystal und Cannabis und aus diesem Grunde in Großrückerswalde zur Therapie. "Vor allem ist es eine wichtig Erfahrung für uns, weil wir hier unsere Arbeit zu Ende bringen müssen", ergänzte die junge Frau.

Der Weg ist bei Wanderern sehr beliebt

Mit den Jugendlichen aus dem Nachbarland hat sie keine Probleme, ganz im Gegenteil. "Sie sind sehr nett", betonte Anna. Der Weg selbst wird, wie Babett Schreiter vom Projektbetreuer Förderverein Natura Miriquidica versicherte, sehr gut angenommen. "Wir sind mehrfach von Wanderern aufmerksam geworden, dass wir ihn wieder reparieren sollten", sagte sie. Teile der Stationen und der Pfad durch den Wald selbst hatten bereits Schaden genommen.

Außerdem war die Strecke teilweise zugewachsen. Angelegt worden ist er in erster Linie für Familie mit Kindern und Jugendlichen, die ihrem Nachwuchs bewusstes Naturerleben und Naturerfahrung ermöglichen wollen. Nächstes Jahr plant der Verein die Sanierung des Heilkräuterweges in Rübenau.