Junge Eisenbahn-Fans holen Erzgebirgs-Lok zurück auf ihre alten Gleise

Besondere Dampflok-Tour im April

Region

Im Erzgebirge wird es im Frühjahr nicht nur grün, sondern auch laut - jedenfalls auf der Schiene. Denn eine Dampflok, die hier früher zum Alltag gehörte, soll noch einmal durch die Region ziehen. Organisiert wird das Ganze von „Gleisglück“ aus Leipzig.

Junge Leute wollen Alt und Jung für die Eisenbahn begeistern

Die junge Gruppe mischt seit 2023 im Sonderfahrten-Sektor mit. Und zwar nicht als großes Unternehmen, sondern als Freundeskreis, das Touren in der Freizeit organisiert. Das Ziel: Jung und Alt wieder für die Eisenbahn begeistern.

Monatliche Sonderfahrten

Mindestens einmal im Monat bietet die Gruppe Sonderfahrten an. Dass das Konzept ankommt, zeigen Beispiele aus dem Vorjahr: Eine Tour nach Warnemünde sei so gut gelaufen, dass sie in diesem Jahr gleich zweimal angeboten wird. „Gleisglück“ ist dabei nicht nur in Sachsen unterwegs, sondern organisiert auch Fahrten etwa rund um Leipzig, ins Erzgebirge oder bis nach Würzburg.

Tour durchs Erzgebirge

Am 18. April findet eine besondere Tour durchs Erzgebirge statt. Die Route liest sich wie ein Best-of fürs Erzgebirge: Los geht‘s am Chemnitzer Hauptbahnhof. Kurz nach der Abfahrt lässt die Lok das Stadtgebiet hinter sich und fährt hinein ins Erzgebirge: zunächst über Zwönitz und weiter nach Aue.

Markersbacher Viadukt

Nächster größerer Punkt ist Schwarzenberg, von wo aus es auf einen besonders beliebten Abschnitt geht: die Erzgebirgische Aussichtsbahn. Ein weiterer Höhepunkt ist die Fahrt über das Markersbacher Viadukt mit weitem Blick ins Tal.

Pause in Schlettau

In Schlettau ist ein längerer Halt vorgesehen. Während die Lok Wasser bekommt, können Fahrgäste aussteigen und das Bahnmuseum im Bahnhof besuchen, auch Verpflegung wird angeboten.

Endstation in Chemnitz

Danach geht es weiter über Annaberg-Buchholz. Auf dem Rückweg folgt die Lok dem Flusslauf durchs Zschopautal. Über Wolkenstein und Flöha rollt der Zug schließlich zurück nach Chemnitz.

Lokomotive in die frühere Heimat zurück

Der eigentliche Star der Fahrt ist die Zuglokomotive 58 311 (58 1111-2), welche für diese Tour zurück in ihre frühere Heimat zurückkehrt. In Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) war sie von 1960 bis 1973 im Einsatz, anschließend war sie von 1973 bis 1977 in Aue beheimatet, bevor sie „in den Westen“ ging und schließlich bei den Ulmer Eisenbahnfreunden landete. Jetzt soll genau diese Rückkehr gefeiert werden: mit zwei Sonderfahrten unter Dampf.

Zwei Fahrten am 18. April

Angeboten werden zwei Fahrten am 18. April: Start ist einmal 7.30 Uhr und ein zweites Mal um 13.30 Uhr. Pro Tour ist man etwa fünf Stunden unterwegs, insgesamt passen rund 600 bis 700 Fahrgäste in den Zug. Tickets sind noch erhältlich. Die Preise liegen bei: 34 Euro für Kinder, 64 Euro für Erwachsene. Ein Speisewagen bzw. Verpflegung an Bord ist ebenfalls vorgesehen.

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