Junge Leute auf Spurensuche in der Industriekultur

Projekt Arbeitsgruppen recherchieren, filmen und lernen Handwerkstechniken

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Die AG "Recherche" und "Film" mit Roland Hempel (r.) trafen sich zur Niederschrift. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-Buchholz. Wenn sich junge Leute für die Industriekultur in ihrem Heimatort interessieren, dann ist das auf alle Fälle mit viel Spannung verbunden. Letzten Donnerstag trafen sich die Projektteilnehmer des ESF-Einzelprojektes "Posamentiersammlung - Vermittlung von Industriekultur in Annaberg, Buchholz und Umgebung" in der Annaberger EGE.

Wie bei vielen derartigen langwierigen Namen, verbirgt sich hinter diesem Projekt etwas relativ Einfaches: Nämlich eine Aufarbeitung, bei der Kinder die traditionsreiche Industriekultur und zum Teil vergessene Handwerkstechniken kennenlernen können. Initiiert von der Buchholzer Dipl.-Designerin, Margit Kreißl, treffen sich die jungen Leute regelmäßig, um in drei Arbeitsgruppen zu recherchieren, zu filmen und in Workshops alte Handwerkstechniken kennenzulernen.

Facharbeit zum Thema Posamenten

Am Donnerstag saßen alle um einen großen Tisch und brachten ihre Interviews, die sie zum Thema geführt haben, auf Papier. Margret Werner ist 16 Jahre alt und schreibt ihre Facharbeit über das Thema. Sie sagte: "Die Industriekultur interessiert mich einfach und deshalb habe ich sie für meine Facharbeit gewählt." Für Linus Gnatzy steht fest: "Die Vorfahren eines Lehrmeisters meines Vaters hatten sehr viel mit Posamenten am Hut. Auch finde ich die Geschichte bis zum Niedergang der Posamentenindustrie sehr spannend." Margit Kreißl forderte die Jugendlichen auf, in der Familie oder im Bekanntenkreis nachzuforschen.

"Bisher ist jeder fündig geworden", so ihr Fazit. Wer Lust hat mitzumachen, der kann sich gerne bei Margit Kreißl melden. Auch Zeitzeugen oder Produkte von einst werden weiterhin gesucht. Kontakt unter der Telefonnummer 03733-676777.