Junger Erzgebirger nimmt FichKona in Angriff: Warum der große Traum platzte

Richard Schmohl aus Bernsbach ist am Wochenende beim FichKona-Radmarathon angetreten. In der Nacht aber platzte sein Traum. Er musste aufgeben.

Bernsbach

Von einer „chaotischen Fahrt“, spricht Richard Schmohl aus Bernsbach nach dem FichKona-Radmarathon, bei dem er eigentlich knapp 600 Kilometer innerhalb von 24 Stunden unter die Räder nehmen wollte.

„Ich habe noch nie so gelitten, bin nie zuvor so an meine Grenzen gekommen“, meinte er am Sonntagnachmittag in der Rückschau. Mit 16 Jahren war er der jüngste Teilnehmer der FichKona 2026. Eigentlich wollte Richard mit seiner Gruppe 10 Uhr am Sonntag am Kap Arkona ankommen. Das klappte nicht. „Drei Stunden später als geplant, waren wir am Ziel“, sagt der Bernsbach und klingt dabei sehr geschafft.

Ungemütliche Bedingungen am Start

Schon der Start auf dem Fichtelberg gestalte sich bei 8 Grad und Regen sehr schwierig. Doch die Jungs fuhren in die Sonne. „Bis Kilometer 170 war alles super. Dann sind wir richtig nass geworden“, erzählt der Bernsbacher. Trotzdem kämpfte er weiter. Die eigentliche Herausforderung setzte ab Kilometer 270 bei Potsdam ein.

„Da kam die Nacht und mir war es schlecht, weil ich zuvor so viel gegessen hatte und mein Bauch das gar nicht mehr verarbeiten konnte“, so der 16-Jährige. Ab 23 Uhr überkam ihn die Müdigkeit. Nach eigener Aussage hatte er sogar einen Sekundenschlaf. „Das war übelst schlimm. Also von 10 bis 10 haben wir Sport gemacht und dann willst du einfach nur schlafen, doch dann geht es erst richtig los.“

Die Nacht war eine Katastrophe

Die Nacht sei eine richtige Katastrophe gewesen. Mit zehnminütigen Powernaps, also Kurzzeitschlaf während jeder Pause, gelang es dem Extremsportler durch die Nacht zukommen. Doch irgendwann war Schluss. Richard stand nach eigener Aussage komplett neben sich.

Die Tourleitung nahm ihn aus dem Rennen, ließ ihn ins Auto einsteigen, wo er innerhalb weniger Minuten einschlief. Die letzten 30 Kilometer auf Rügen durfte und wollte er noch einmal aufs Rad steigen. Und rollte quasi bis zum Ziel aus. „Ich muss das erst einmal alles verarbeiten“, so der Bernsbacher.

Nächstes Ziel bereits vor Augen

Der junge Extremsportler plant aber schon sein nächstes Abenteuer. In diesem Sommer will er mit dem Rad ans Nordkap strampeln - ganz allein.

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