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Chemnitz

Kürbisschnitzen: Coolste Fratze gewinnt

Schnitzen Tradition aus Großolbersdorf lockt hunderte Besucher

Großolbersdorf. 

Großolbersdorf. Halloween wird in Großolbersdorf immer schon etwas eher gefeiert - zumindest was die Dekoration betrifft. Statt Ende Oktober leuchten die Kürbisse hier schon Mitte des Monats. Nämlich dann, wenn Stefan Lißner zum großen Kürbisschnitzen einlädt. Eigentlich ist der Großolbersdorfer ja Klempner, doch zu dieser Jahreszeit wird er stets zum Künstler. Und mit ihm zahlreiche andere Erzgebirger auch. Was einst im kleinen Kreis der Familie begann, hat sich mittlerweile zu einem echten Dorffest entwickelt. Auch in diesem Jahr ist das Interesse bei der 17. Auflage der Veranstaltung noch einmal gewachsen.

2,5 Tonnen Kürbisse für die Künstler

"Dieses Jahr war es noch voller als sonst", sagt Lißner, der jedoch auf den Ansturm vorbereitet war. Er hatte genügend Bänke aufgestellt und ausreichend Kürbisse aus dem Spreewald geholt. "Zwei Autoladungen voll, also rund 2,5 Tonnen", erklärt der Gastgeber. Und das Material wurde auch gebraucht, denn Hunderte Gäste schauten verteilt über den ganzen Tag vorbei. An der Kasse des Vertrauens konnte sich jeder vielfältige Verpflegung abholen. Gefragt waren aber vor allem die Kürbisse, an denen jeder selbst zum Künstler wurde. Egal, ob kleine Kinder oder erfahrene Schnitzer: Jeder legte Hand an, um seine besondere Ader zu beweisen. Dabei wurden auch die unterschiedlichen Vorlieben der Teilnehmer deutlich. Von Fußballvereinen über Comic-Helden bis hin zu Landschaftsbildern reichte die Vielfalt der Motive.

Viele Schönheiten, aber nur ein Gewinner

Als schönster Kürbis wurde am Ende ein Abbild von Anton Günther ausgezeichnet, das ein Besucher aus Gehringswalde geschnitzt hatte. "Es war fein gemacht und gut erkennbar", lobt Stefan Lißner, der diese Auswahl natürlich selbst nicht traf. Wie immer hatte er Stimmzettel verteilt, um die Meinung des Publikums einzuholen. Und die Entscheidung fiel schwer, da es abends im Kerzenschein viele Schönheiten zu bewundern gab. "Es macht Spaß, wenn so viele Leute begeistert sind", erläutert Stefan Lißner seine Motivation.



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