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Kai Scheve vor dem Erzgebirgskrimi: "Im Erzgebirge zu ermitteln, ist ein Geschenk"

Interview Die Landschaftsarchitektin Katja Hartmann (Odine Johne) wird erschlagen im Wald gefunden. Hauptkommissar Robert Winkler (Kai Scheve) und seine Kollegin Karina Szabo (Lara Mandoki) ermitteln im Kreis des Bergmannsorchesters Schneeberg, in der Katja als Hornistin spielte. Unterstützt werden Sie dabei von der Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach). Die BLICK-Redaktion sprach vor der Ausstrahlung des neuen Erzgebirgskrimis "Tödlicher Akkord" (Samstag, 7. März, 20.15 Uhr ZDF) mit Kai Scheve.

Haben Sie eine besondere Beziehung zur Region Erzgebirge?

Ja, ich wurde im ehemaligen Bergarbeiterkrankenhaus Erlabrunn geboren, einem heute noch beeindruckenden Gebäude. Im Jahr danach sind meine Eltern mit mir nach Leipzig gezogen. Aber das Erzgebirge ist mein Geburtsort. Der Dreh dort war ein schöner Moment.

Das Erzgebirge ist ja eher bekannt für seine Beschaulichkeit und Gemütlichkeit. Wieso ist es gerade dort reizvoll, einen Krimi zu verfilmen?

Die Geschichte des Erzgebirges ist sehr vielseitig. Gemütlichkeit, Tradition, Handwerkskunst und Musikinstrumentenbau sind eine Seite. Aber auch der Bergbau hat eine zentrale Bedeutung. Mit der sowjetischen Besatzung wurde dort knapp 40 Jahre Uranerz gefördert - wodurch viele Menschen ihr Leben verloren. Und dann sind da noch die Moorseen, die tiefen Fichtenwälder und verwunschene Städtchen. Es lohnt es sich auf jeden Fall im Erzgebirge Kriminalgeschichten zu erzählen.

Ist das Krimi-Genre ihr Metier oder sind Sie erstmals auf diesem Terrain unterwegs?

Definitiv ist das mein Metier. Ich durfte schon in der "Spreewaldkrimi" Reihe eine durchgängige Hauptrolle spielen. Darauf folgte eine Rolle als Rechtsmediziner im "Taunuskrimi". Jetzt erstmalig im Erzgebirge als Hauptkommissar zu ermitteln ist ein Geschenk.

Wie haben Ihnen die Dreharbeiten im Erzgebirge gefallen? Was hat Sie besonders bei den Dreharbeiten beeindruckt?

Besonders beeindruckt hat mich der Bergstreittag, ein historisch wichtiger Tag seit dem 22. Juli 1498. Die Dreharbeiten an diesem Tag waren eine Herausforderung. Ein Teil unseres Ensembles lief mit dem Bergmannsorchester und meine Kollegin Lara Mandoki und ich hatten in Echtzeit zu ermitteln. Es war ein heißer Tag. Viele Menschen, wann kommen die Kollegen, wo ist die Kamera? Chaos - ich mag diese Art von Arbeit.

Haben Sie einen Lieblingsplatz im Erzgebirge?

Mehrere! Zum Beispiel der Ausblick vom Kirchturm St. Wolfgangs in Schneeberg. Oder die Gegend oberhalb Erlabrunns, mit seinem dichten Fichtenwäldern und unserem Motiv "Forsthaus". Es kommen sicher noch einige hinzu.

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