Kalkung in Steinbach abgeschlossen

Naturschutz 1.500 Tonnen ausgebracht

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Derzeit finden die Kalkungen im Forstrevier Steinbach ihren Abschluss. Foto: Jan Görner

Steinbach. Gegen den sauren Boden ist kürzlich im Forstrevier Steinbach des Staatsbetriebes Sachsenforst gekalkt worden. Per Hubschrauber sind etwa 1.500 Tonnen Magnesiumkalk ausgebracht worden.

Die Waldfläche umfasste etwa 500 Hektar. Neun Zehntel davon sind Staatswald, der Rest Privatwald. Die Kalkung wird ebenfalls in den Privatwäldern vorgenommen. Kosten entstehen für deren Besitzer nicht. Lediglich Moore, Naturschutz- und Quellgebiete sind von der Kalkung ausgenommen gewesen.

Die Maßnahme wird komplett mit Fördermitteln der Europäischen Union bezahlt. Für die Maßnahme in Steinbach sind dazu etwa 150.000 Euro ins Erzgebirge geflossen. Das Geld stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Damit werden immer noch Probleme aufgearbeitet die mit den Umweltbelastungen in der Region vor der Wiedervereinigung zu tun haben.

Der Waldboden erholt sich langsam

Aufgrund der Luftverschmutzungen kam es damals zu vermehrten Schwefeldioxideinträgen in den Waldboden. Mit den turnusgemäß stattfindenden Kalkungen soll der Boden neutralisiert werden. Früher fanden diese Maßnahmen in den Revieren alle fünf Jahre statt. Mittlerweile sind sie nur noch alle zehn Jahre notwendig. "Man kann schon auf den ersten Blick sehen, dass sich der Waldboden erholt hat", erklärte Thomas Köhler, der Sprecher des Forstbezirkes Marienberg.

Früher habe eine dicke Schicht Nadelstreu den Waldboden bedeckt. Das sei heute anders, weil die Bodenlebewesen die Nadeln besser zersetzen und schneller in Humus umwandeln würden.