"Kampf um die Köpfe hat begonnen"

Fachkräfte Einige Firmen verspüren dennoch Aufwärtstrend

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Kevin Weißflog, Maik Dietz und Erik Goll (v.li.) haben sich für die Ausbildung in einem technischen Beruf entschieden. Foto: R. Wendland

Stollberg. Das Thema Fachkräfte ist und bleibt ein brisantes. Wie Mattias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge es formuliert, habe der Kampf um die Köpfe begonnen. Für Unternehmen werde es immer schwieriger, geeignete Mitarbeiter und auch Auszubildende zu finden.

Maik Dietz hat sich bewusst für eine Ausbildung in der Region entschieden und ist jetzt im zweiten Lehrjahr zum Industriemechaniker bei der SKS Kontakttechnik GmbH. Der junge Mann, der zuletzt für seinen Ausbildungsbetrieb auf der Ausbildungsmesse in Stollberg stand, erzählt: "Die Messe war damals auch mein erster Anlaufpunkt. Dort habe ich mich umgeschaut und erkundigt. Das Angebot fand ich gut und ich habe mich schnell für die Industriemechanik interessiert. Über Ferienarbeit und Schülerpraktikum habe ich schon einmal ins Unternehmen reingeschnuppert. Dadurch, dass ich dabei verschiedene Bereich kennengelernt haben, ist mein Interesse am Metallberuf gewachsen."

Was folgte war die Bewerbung um eine Lehrstelle, die erfolgreich war. Insgesamt waren es zwölf Bewerbungen, die der junge Stollberger geschrieben hatte. Die Auswahl war zum Schluss groß. Es gab einige Angebote. Doch er hat für SKS entschieden. Heute ist Maik Dietz guter Dinge: "Die Übernahme nach der Lehre ist nahezu garantiert, wenn man gute Arbeit leistet."

Michael Urbanczyk ist Lehrlingsverantwortlicher im Unternehmen und trotz der allgemeinen Lage auf dem Lehrlingsmarkt zufrieden: "Wir haben sehr viele Bewerbungen bekommen. Bereits letztes Jahr ist es bei uns in die positive Richtung gekippt, dass wir wieder Lehrlinge bekommen. Dieses Jahr setzt sich das fort." Die Messlatte ist nach wie vor hoch, dennoch seien nicht nur Schulabgänger mit super Noten interessant.