Kardiologische Notfälle werden besser versorgt

Medizin Brustschmerzeinheit am Helios Klinikum zertifiziert

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Dr. med. Thomas Ketteler, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Helios Klinikum Aue.Foto: R. Wendland

Aue. Die Notfallversorgung am Auer Helios-Klinikum umfasst für Patienten mit unklarem Brustschmerz jetzt eine spezielle kardiologische Notfallambulanz, eine sogenannte "Chest Pain Unit" (CPU).

Akute Brustschmerzen zielgerichtet untersuchen

Mit dieser Brustschmerzeinheit erfüllt das Helios Klinikum Aue alle diagnostischen, räumlichen, apparativen und personellen Voraussetzungen, um akute Brustschmerzen unverzüglich und zielgerichtet zu untersuchen, zu behandeln und bestmöglich zu versorgen. Die kardiologische Notfallambulanz ist jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung zertifiziert worden und ist damit die erste zertifizierte CPU im Erzgebirgskreis.

Deutschlandweit gibt es 293 zertifizierte Chest Pain Units. Dr. med. Thomas Ketteler, Chefarzt der Kardiologie der Klinik für Innere Medizin I am Helios Klinikum Aue, erläutert: "Die Chest Pain Unit soll Patienten bündeln, die mit akuten Herzerkrankungen in die Klinik kommen. Neben dem Brustschmerz kann das auch Herzrasen oder Luftnot sein." Im Klinikum hat man das Personal aufgestockt und teilweise auch die apparative Medizin erweitert.

Doch warum eine solche Einheit?

Thomas Ketteler dazu: "Es hat Untersuchungen gegeben, das eine solche Chest Pain Unit nicht nur die Therapie verbessert, sondern auch die Prognose der Patienten, weil sie schneller und zielgerichteter der notwendigen Behandlung zugeführt werden." Die Zertifizierung jetzt hat bis 2023 Gültigkeit - dann steht eine Rezertifizierung an.