Keine Knollenblätterpilze in den Topf

PILZBERATER Premiere der Rittersgrüner Pilztage

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Pilzberater Heiko Blei und Frank Demmler (v.li.). Foto: Armin Leischel

Rittersgrün. Über 160 Pilzarten standen zur Premiere der Rittersgrüner Pilztage vergangenes Wochenende im Untergeschoss des Landhotels, wo sonst die Biker aufgereiht sind, Spalier. Ein Novum des Fördervereins Rittersgrüner Fuchsjagd, wie Ortsvorsteher Thomas Welter informierte. "Wir haben fleißig die Wälder am Vortrage abgesucht und unterstützten uns auch tatkräftig die Nachbarn aus Tschechien und auch Sammler aus Thüringen und Franken begaben sich auf die Suche", sagte Pilzberater Heiko Blei. "Der überwiegende Teil stammt aber aus unserer Region", bekräftigten Frank Demmler und der Initiator der Pilztage, Berthold Viehweg.

Zu den besonderen Ausstellungsobjekten gehörten unter anderem der giftige Grüne und Gelbe Knollenblätterpilz. "Immer noch die häufigste Ursache für Pilzvergiftungen durch die Verwechslungsgefahr mit dem schmackhaften Perlpilz", sagte Demmler. Richard Würster aus Münchehofe, der seinen Urlaub in Markersbach verbringt, bekräftigte: "Wir lassen die Perlpilze in unseren Brandenburger Wäldern stehen, weil wir viele Knollenblätterpilze haben."

Pilzberater Frank Demmler hat noch einige seltene Funde aufzuweisen. Neben dem furchterregend aussehenden Strubbelkopf wären da noch der Violette Nadelwald Dickkopf, der Düstere Röhrling, der Graue Lerchenröhrling oder der Erbsenstreuling - auch Böhmischer Trüffel genannt - zu nennen.