Keine vorzeitige Meisterfeier in Zschopau

Finale Zwei Wettkampftage auch für nationale Meisterschaft

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Marco Neubert auf der letzten Rille in der SP "Am Weberhang" letztes Jahr Foto: Thomas Fritzsch

Während die weltbesten Endurofahrer kommendes Wochenende bei "Rund um Zschopau" mit dem Finale auf die Zielgerade in der Enduro Weltmeisterschaft einbiegen, steht für die Fahrer der Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) das Finale in 14 Tagen in Woltersdorf an.

Da in allen drei Klassen noch jeweils 100 Punkte zu vergeben sind, wird es in Zschopau nicht zu einer vorzeitigen Meisterfeier kommen. In der Klasse E1 kommt Andreas Beier mit einer weißen Weste nach Zschopau zum Heimspiel. Der Krumhermersdorfer vom Team KTM Sturm, der seinen Titel vermutlich verteidigen kann, hat in 6 Wettkämpfen sechs Siege auf dem Konto und führt damit das Klassement souverän an.

Wer den Sieg holt, bleibt spannend

Spannender wird es in der Klasse E2. Hier gibt es bis ins Ziel beim Finale in Woltersdorf ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Marco Neubert vom Team KTM GST Berlin hat derzeit mit einem Sieg und fünf zweiten Plätzen 10 Punkte Vorsprung auf den derzeit amtierenden Meister Davide von Zitzewitz aus Karlshof (KTM), der einen Lauf in Burg ausließ, und neuer Deutscher Motocross Meister ist.

Doch der Affalterer ist derzeit gut in Form und holte sich erst letztes Wochenende zwei Tagessiege und einen 4. Platz beim Abschluss-Motocross im Finale der Enduro Europameisterschaft im slowakischen Gelnica. Seinen EM-Titel in der Klasse E2 Senioren war der Vorjahres-Gesamtsieger von "Rund um Zschopau" jedoch los. Diesen holte sich der Brite Jamie Lewis.

Doch Vizemeister zu werden und mit zwei Tagessiegen im Gepäck nach Zschopau zu fahren, gibt Selbstvertrauen. In der Klasse E3 bleibt alles beim Alten. Hier wird es keinem gelingen, Dennis Schröter aus Crinitz (Husqvarna) noch vom Thron zu stoßen, höchstens, falls jener sich selbst ein Bein stellt. Im Championat liegt Schröter knapp vor Beier und Neubert.