Kinder fahren ins Bergwerk ein

Tradition Mettenschicht mit Bergleuten

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Mit echten Bergleuten ins Bergwerk einfahren, das heißt für die Kinder auch etwas lernen. Foto: Ilka Ruck

Ehrenfriedersdorf. Wenn echte Bergleute im Habit einen Zug von Kindern anführen, dann ist Mettenschicht im Kinderbergwerk angesagt. Alljährlich in der Adventszeit kommen Mitglieder der Berggrabebrüderschaft in die Ehrenfriedersdorfer Kindertagesstätte (Kita) Neuer Bahnhof und ziehen mit den Steppkes in das Kinderbergwerk ein. Dabei erfahren die Mädchen und Jungen vieles von der schweren Arbeit des Bergmannes von einst. So war das auch am vergangenen Dienstag. Schon beim täglichen Morgenkreis begrüßten die Kinder ihre Gäste musikalisch. Klar, dass die kleinen Musikanten das Steigerlied drauf hatten und damit ein herzliches "Glückauf" überbrachten. Bergmeister Albrecht Müller und Hauer Herbert Schmidt freuten sich über den Empfang "echt Erzgebirge". "Das Kinderbergwerk hier in der Kita ist einmalig", strahlte Albrecht Müller und betonte: "Auch wir als Berggrabebrüderschaft brauchen Nachwuchs und wir sind sehr froh, wenn bei den Kindern im Kindergarten schon das Interesse für Heimatverbundenheit und Traditionen geweckt wird." Kaum war das Lied verklungen, schon rüstete sich die ganze Mannschaft zur Einfahrt ins Bergwerk. Vorneweg marschierte Herbert Schmidt mit seiner Mundharmonika. Im Schlepptau hatte er die Bergzwerge. Im Bergwerk selbst saßen die Kleinen ganz gespannt und hörten sich an, was die Bergmänner zu erzählen hatten. Fragen gab's natürlich auch. Doch mit das Wichtigste war wohl, das Öffnen des Förderkorbes. Denn da drin verbargen sich Kinderpunsch und Leckereien. Eben wie bei einer echten Mettenschicht.