Kinder gehen offen miteinander um

Verständigung Anti-Rassismus Cup soll Fortsetzung finden

Aue. 

Aue. Das Ganztagsangebot Fußball wird an der Grundschule Zelle in Aue von Mike Henselin betreut. Er ist es auch gewesen, der den Anti-Rassismus Cup Erzgebirge ins Leben gerufen hat. Mittlerweile ist es in diesem Jahr die dritte Auflage gewesen. Sechs Grundschul-Mannschaften der Region waren eingebunden. In jeder Mannschaft sind acht Spieler verschiedener Nationen, mindestens jedoch ein Spieler mit Migrationshintergrund. "Es war ein wunderbares Turnier und das Wichtigste dabei, die Kinder hatten Spaß", so Henselin.

Zeichen gegen Gewalt

Das Turnier soll auf jeden Fall weiter fortgeführt werden, sagt Henselin: "Der Cup ist fürs kommende Schuljahr erneut geplant. Wir haben vor, eventuell auch auf die Partnerstädte zuzugehen, um noch etwas breiter aufgestellt zu sein." Im Rahmen der Veranstaltung hat der Landessportbund Sachsen einen Workshop zum Thema Rassismus gestaltet, der sehr gut angenommen worden ist, wie Mike Henselin erklärt: "Was mich persönlich beeindruckt ist, dass die Kinder untereinander sehr offen mit dem Thema umgehen. Was ich allerdings beim Ganztagsangebot gemerkt habe ist, dass sich manche Kinder von den Eltern zu sehr beeinflussen lassen." Warum Henselin den Cup ins Leben gerufen hat? "Wir standen vor der Frage, was machen wir, um Zeichen gegen Gewalt von und gegen Ausländer zu setzten. In Rücksprache mit dem Direktor der Schule haben wir uns entschlossen, den Anti-Rassismus-Cup ins Leben zu rufen." Mike Henselin versuche, wie er selbst sagt, Kindern mit Migrationshintergrund die Hand zu reichen: "Wenn man etwas gibt hofft man, dass auch etwas zurückkommt."