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Kirchen im Erzgebirge beweisen bei Krippenspielen Kreativität

Weihnachten Trotz Corona-Beschränkungen gibt es an Heiligabend Veranstaltungen in vielen Kirchgemeinden

Marienberg/Drebach/Großolbersdorf. So manche Kirchgemeinde im mittleren Erzgebirge wird es an Heiligabend aufgrund der aktuellen Corona-Situation beim Modell der offenen Kirche belassen. Das heißt, dass keine Veranstaltungen vorgesehen sind, die Türen für die Menschen aber trotzdem geöffnet bleiben, um eine Möglichkeit der Besinnung zu bieten. Allerdings haben die Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen in vielen Orten auch die Kreativität gefördert, um Alternativen zu den bisherigen Traditionen zu finden. Dabei spielen Videos und das Internet eine wichtige Rolle.

Musik und Videos dank digitaler Medien

Fest steht: In ihrer bisherigen Form können Krippenspiele und Christmetten nicht organisiert werden. Abstandregeln müssen zum Beispiel ebenso beachtet werden wie der Verbot von Gesang. Trotzdem sind vielerorts Christvesper geplant, bei denen eine Andacht von weihnachtlicher Musik umrahmt wird. Orgeln und Streichinstrumente dürfen ja gespielt werden. Außerdem kommen mitunter moderne Medien zum Einsatz. Nicht nur Lieder werden dabei eingespielt, sondern mitunter sogar Videos und Bilder. So wurden beispielsweise für das Kinder-Krippenspiel der Großolbersdorfer Kirchgemeinde, das traditionsgemäß zum Familiengottesdienst am vierten Advent gehörte, im Vorfeld kurze Filme von allen Beteiligten zuhause gedreht und dann zu einem Video zusammengefügt.

Auch in künstlerischer Hinsicht aktiv

Auf der Homepage der Großolbersdorfer Kirchgemeinde wird außerdem eine Andacht hochgeladen. "Ich hoffe, dass die Leute etwas finden, um auch zuhause in Familie etwas zu haben", sagt Pfarrer Frank Bliesener. Doch auch ohne digitale Medien gibt es Wege, den Menschen Freude zu bereiten und die weihnachtliche Botschaft zu vermitteln. Wie groß der Einfallsreichtum ist, zeigt das Beispiel Marienberg. Die dortige Kirchgemeinde will das Krippenspiel in Form eines Schattenspiels aufführen. "Hinter einer Leinwand befinden sich alle Beteiligten in dem nötigen Abstand", erklärt Pfarrer Volkmar Freier. Und auch in der Drebacher Kirche wird es das Krippenspiel geben. In den drei Christvespern an Heiligabend wird sich jeweils eine Familie darum kümmern. "Sie konnten im ja im Vorfeld zuhause proben", erklärt Kantor Ronny Seidel. Sonst lockte das von ihm organisierte Musical mit Band und Chor an die 600 Besucher in die Drebacher Kirche. Diesmal sind dort nur maximal 150 Gäste zugelassen. "Aber wir versuchen das, was im Rahmen der Möglichkeiten machbar ist", verspricht der Kantor.