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Sachsen

Kirchenvertreter vom Kilimandscharo besuchen Marienberg und Umgebung

Event Partnerschaftstreffen zeigt Besuchern erzgebirgische Lebensweise und Glaubenspraxis

Marienberg. Der Kirchenbezirk Kilimandscharo-Mitte in Tansania und der Kirchenbezirk Marienberg unterhalten seit 1993 eine enge Partnerschaft.

Dazu gehört auch der regelmäßige Austausch von Fachkräften wie Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Lehrern und Pfarrern. Sie können so vor Ort voneinander lernen. Diese Woche haben drei Vertreter des tansanischen Kirchenbezirkes Marienberg und die nähere Umgebung erkundet. Javason Mrema ist dort seit kurzem Superintendent. Er wurde begleitet von David Shilatu, dem Vorsitzenden des Partnerschaftscomitees und von Harieth Mmnga. Sie stammt ebenfalls aus dem Partnerkirchenbezirk. Derzeit ist sie ihm Rahmen des Freiwilligenprogramms des Leipziger Missionswerks an der Evangelischen Akademie von Wittenberg tätig. Auf dem Programm der Delegation standen unter anderem Ausflüge nach Augustusburg, Annaberg-Buchholz, Marienberg, Pobershau, Seiffen, Großrückerswalde, Wolkenstein und Zöblitz. Dabei ging es zum einen um die erzgebirgische Lebensweise und den damit verbundenen Traditionen. Auf der anderen Seite wollten sie erfahren, wie Glaube hier gelebt wird. Deshalb haben sie unter anderem auch eine Christenlehrestunde und die Junge Gemeinde in Marienberg besucht.

Begeistert von der Tagespflege der Diakonie

Besonders beeindruckt waren die Gäste von der Tagespflege der Diakonie in Großolbersdorf. "Diese Form der Betreuung ist ganz anders, als in Tansania, wo die jüngere Generation für die Pflege der Älteren zuständig ist", sagte Evelyn Glöß, eine der Koordinatorinnen der Abläufe. Vom liebevollen und fürsorglichen Umgang des Personals mit den alten Menschen, von der Sauberkeit und Ordnung waren sie, wie Evelyn Glöß versicherte, ebenfalls positiv beeindruckt. Auffällig war für Javason Mrema die im Vergleich zu seinem Kirchenbezirk geringe Zahl an praktizierenden Christen. So zählen etwa seine Gemeinden je nach Größe zwischen 60 und 100 Konfirmanden. Hier sind das viel weniger. Auch seien die Kirchen am Fuße des Kilimandscharos besser besucht als in und rum in Marienberg. "Es müssen oft zwei Gottesdienste nacheinander abgehalten werden, sodass jeder einen Platz findet", ergänzte Evelyn Glöß. "Was man aber sehen kann ist, dass die Menschen hier, genauso wie bei uns, Gott lieben und verehren", so der Superintendent aus Tansania. Auf dem Programm stand ebenfalls ein Ausflug in die Lutherstadt Wittenberg.

Freude über Zusammenarbeit

"Dort wollten wir sehr gern hin, um etwas über die historischen Hintergründe unseres lutherischen Glaubens zu erfahren", sagte Javason Mrema. Er freut sich schon darauf, zu Hause von den vielen hier gesammelten Eindrücken berichten zu können. Der Partnerkirchenbezirk freut sich auch weiterhin auf eine enge und gegenseitig bereichernde Zusammenarbeit, wie Evelyn Glöß betonte.

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