Kita-Beiträge sollen steigen

Diskussion Amtsberg entscheidet bald über die Erhöhung

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Foto: kali9/Getty Images

Amtsberg. Alle Jahre wieder diskutieren vielerorts Verwaltungen und Räte kontrovers Erhöhungen der Elternbeiträge für Kitas, so auch in Amtsberg. Die Verwaltung plant, die Beiträge zu Jahresbeginn deutlich zu erhöhen. Als Begründung gibt sie Tarifsteigerungen und die Änderung des Betreuungsschlüssels an. Eine Erzieherin soll sich um weniger Kinder kümmern. Zwar erhöhe das Land Zuschüsse an die Gemeinde, trotzdem bedeute das Mehrkosten von rund 70.000 Euro, sagte Bürgermeister Sylvio Krause. Dieses Geld könne nicht allein aus dem Haushalt erwirtschaftet werden, auch die Eltern müssten zur Kasse gebeten werden.

Die Verwaltung schlug vor, dass die Kosten für eine tägliche, neunstündige Betreuung in der Krippe monatlich 225 Euro (bisher 200 Euro) betragen sollen, die für einen neunstündigen, täglichen Aufenthalt im Kindergarten 115 Euro (bisher 107,50 Euro) und für siebeneinhalb Stunden Hortbetreuung sollen monatlich 73 Euro (bisher 68 Euro) fällig werden. Dies entspräche Mehreinnahmen von 32.000 Euro. Den Rest soll die Gemeinde tragen.

Erhöhung löst Diskussion aus

"Ich bin gegen die Erhöhung. Wir müssen das Geld woanders einsparen. Wir können nicht immer nur erhöhen", betonte Gemeinderat René Kahl (Bürgerinitiative). Ihn stört besonders die hohe Anhebung im Krippenbereich. Er schlug vor, diese auf 220 Euro zu begrenzen. Günter Müller (CDU) sprach von einer "verfehlten Politik" bei den Elternbeiträgen. Mathias Gläser (CDU) erinnerte, dass vor zwei Jahren die Beiträge angehoben worden und schlug vor, die Erhöhung auf zehn Prozent zu begrenzen. Ihn störe die Spirale der Erhöhungen schon immer, sagte Holger Haase (SPD). Noch in diesem Monat sollen die Beiträge beschlossen werden. Vorher will die Verwaltung mit Eltern sprechen.