Kläranlage für 1,4 Millionen Euro realisiert

Neubau Anlage ist nach zwei Jahren Bauzeit jetzt in Betrieb gegangen

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Die neu errichtete Kläranlage an der Bärenwalderstraße ist in Betrieb genommen - ZWW-Geschäftsführer Dr. Frank Kippig (re.) Foto: Ralf Wendland

Lichtenau. Im Stützengrüner Ortsteil Lichtenau ist ein Projekt realisiert worden, was der Zweckverband Wasserwerke Erzgebirge (ZWW) ohne Unterstützung der Kommune und der Bürgerschaft nicht hätte realisieren können. Entstanden ist in der letzten zwei Jahren ein zentrales Entwässerungssystem mit neuer Kläranlage an der Bärenwalder Straße. Ins Rollen gebracht hat das Ganze die Interessengemeinschaft "Abwasserentsorgung Waldsiedlung" um Wolfgang Gwizdziel. Die Bürger waren sich einig, dass sie ihren Beitrag für eine zentrale Lösung leisten. Die Alternative wären für die 23 Haushalte mit 151 Einwohnern, die bisher nicht ans Netz angeschlossen waren, vollbiologische Kleinkläranlagen gewesen. Gwizdziel sagt: "Das Dezentrale war nie eine Option." Nachdem es bereits 2014 die erste Versammlung gegeben hat, wurden im August 2015 die Verträge mit Anwohnern der Waldsiedlung/ Stützengrüner Straße über einen Bürgerzuschuss von 8000 Euro pro Grundstück geschlossen. Hinzu kommen die Kosten für den öffentlichen Teil des Hausanschlusses und die Umbindung im Grundstück. So komme man in Einzelfällen auf über 10.000 Euro, erklärt ZWW-Geschäftsführer Dr. Frank Kippig, der davon spricht, dass die Höhe des Bürgerzuschusses bisher einmalig ist. Mit der Planung hat man 2016 begonnen und von April 2017 bis Dezember 2018 lief die bautechnische Umsetzung. Investiert wurden in Summe 1,473 Millionen Euro. Den Straßenentwässerungsanteil von 185.000 Euro trägt die Gemeinde und 970.000 Euro übernimmt der ZWW. Die Förderung beträgt 134.000 Euro. Angeschlossen sind gesamt 192 Anwohner.