Kleine Tannen, große Wirkung: 1200 neue Bäume fürs Erzgebirge

Stadtwerke Schwarzenberg unterstützen Waldumbau

Schwarzenberg/Erzgeb.

Die Stadtwerke Schwarzenberg unterstützen den Waldumbau im Erzgebirge. Der kommunale Energieversorger hat nicht nur 1200 Weißtannen gekauft, sondern quasi auch die Patenschaft darüber übernommen.

Bestens für den Waldumbau geeignet

Eine Pflanze kostet 5 Euro. Diese umfasst nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Pflege und den Schutz. Weißtannen sind bestens für den Waldumbau geeignet, denn sie bringen hervorragende Eigenschaften mit. Dazu gehört beispielsweise die herzförmige Wurzel, die tief in den Boden wächst. Sie ist damit in der Lage auch während trockener Wetterperioden, Wasser aus tieferen Erdschichten zu ziehen, weiß Henrik Lindner, Geschäftsführer der Stiftung Wald für Sachsen, die die Aktion unterstützt hat.

Grundschüler halfen fleißig mit

Um die Stadtwerke Schwarzenberg bei der Pflanzaktion einerseits zu unterstützen, andererseits um schon die Jüngsten für Naturschutz zu begeistern, war die Grundschule Heide einbezogen. Mädchen und Jungen der Einrichtung haben 500 dieser Baby-Weißtannen in einem der größten Waldgebiete der Stadt Schwarzenberg in den Boden gebracht.

Großes Gewusel im Ratsförstel

Im Ratsförstel herrschte deshalb Anfang der Woche ein großes Gewusel. Damit jede Weißtanne ihren richtigen Platz findet, hatten Fachleute zuvor den Waldboden markiert. Die Aktion war notwendig, weil es in diesem Bereich zuvor keine Weißtannen gab. Buchen, Fichten und Ebereschen hingegen sind im Areal bereits vertreten.

Wachsen im Schatten der Fichten

„Wir pflanzen in einem Abstand von 2x2 Metern“, erklärt Lindner, der auf Container-Pflanzen schwört: „Die Weißtannen werden darin gesät oder auch gesteckt.“ Container-Pflanzen würden meiste sehr gut gedeihen und wachsen. Große Verluste bleiben aus. Der Fachmann spricht von einem hohen Anwuchsprozent. Das Gebiet sei bestens für die Pflanzaktion geeignet, weil auch der vorhandene Fichtenbestand noch gesund und stabil ist. Im Schatten der Fichten können die kleinen Tannen nun wachsen.

„Perücke“ aus Schafwolle

Aktuell sind die dreijährigen Pflänzchen nicht größer als 20 bis 30 Zentimeter. Um sie vor Wildverbiss zu schützen, bekam jede Tanne eine „Perücke“ aus Schafwolle aufgesetzt. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwarzenberg gehörte am Montag selbst mit zu den Helfern. Auch er pflanzte einige Tannen ein. „In diesem Jahr haben wir sehr viele Bäume gepflanzt“, sagt Wehrmann. So habe es bereits in Johanngeorgenstadt einen großen Arbeitseinsatz.