Kleiner Bergaufzug und Konzert krönen den 4. Advent in Geyer

Bergbrüderschaft und Bergkapelle setzen festliche Akzente

Geyer

Mit dem Kleinen Bergaufzug der Bergbrüderschaft Geyer und dem bergmännischen Konzert der Bergkapelle Schneeberg erlebte der diesjährige Weihnachtsmarkt in der Bingestadt am Sonntagabend seine letzten Höhepunkte. Zuvor genossen Einwohner und Besucher von Geyer am 20. und 21. Dezember ein besinnliches viertes Adventswochenende.

Stimmungsvolles Markttreiben am Lotterhof

Mittelpunkt war der Platz am Lotterhof mit weihnachtlichem Markttreiben, Karussell und buntem Bühnenprogramm, das die Kinder des Hortes „Bingegeister“ und der Grundschule, die Bläser des Bergmusikkorps „Frisch Glück“ und vom Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde plus die Tanzgruppe „Infinitys“ vom TSV Geyer gestalteten. Einen Besuch lohnte das Turmmuseum, wo Vieles zum hiesigen Bergbau und zur Geyerschen Industrie- und Kulturgeschichte zu erfahren ist.

Begeisternder Aufzug der Bergbrüderschaft

Mitglieder der hiesigen Bergbrüderschaft gestalteten am Sonntagabend den traditionellen Bergaufzug. An diesem Sonntag wirkten mehr Trachtenträger denn je mit, insgesamt über vierzig. Denn Heimatfreunde von befreundeten Knappschaften aus Zwönitz und Aue-Bad Schlema unterstützten die Geyerschen zahlreich.

Die Wurzeln der Bergbrüderschaft Geyer reichen bis 1467 zurück. Die Mitglieder konzentrieren sich auf die Pflege bergmännischer Traditionen und die Erforschung der regionalen Bergbaugeschichte. Wichtig bleibt die Teilnahme an Bergaufzügen, zu denen Uniformen getragen werden, deren Vorbilder historischen Ursprung haben. Dazu zählen die Träger der Bergstandarte, Bergoffizianten mit Obersteiger und Steiger, Fahnenträger, Häuer, Vitriolarbeiter, Klaubefrauen und Schlägelknappen.

Knecht Ruprecht kam mit seinen Wichteln

Klar, auch Knecht Ruprecht und seine Wichtel fehlten nicht! Vielerorts in der Bingestadt waren die Türen für Gäste weit geöffnet, so im ehemaligen Café Rost, am Generationentreff, auf dem Mittelaltermarkt am Pizzastübl, in der Modellbahnausstellung, im Schnitzerheim sowie in etlichen Geschäften.

Turmmuseum lädt dienstags bis samstags ein

Das Turmmuseum lohnt auch sonst einen Besuch. Lutz Röckert, der das 1952 in der früheren Türmerwohnung eingerichtete Stadt- und Heimatmuseum leitet, erzählt hier vom ersten „Berggeschrey“ im späten 14. Jahrhundert. Mit dem Niedergang des Bergbaus entwickelten sich Handwerk und Industrie, vornweg das Strumpf- und Posamentiergewerbe. Darüber informiert das Museum ebenso wie zur Schmalspurbahn, zum Skisportverein der Eric-Frenzel-Stadt, über das Kleinod Lotterhof oder den Textilpionier Evan Evans aus Wales, der nahe Geyer eine der frühesten Baumwollspinnereien Sachsens bauen ließ. Themen im „Turm“ sind der DDR-Betrieb OPEW ebenso wie die einzigartige Schnitzkunst von Alfred Hirth oder präparierte Schlangen, die der Lehrer Emil Günther aus Afrika mitbrachte. Das Turmmuseum begrüßt Gäste dienstags bis freitags von 10 bis 15 Uhr sowie samstags 10 bis 16 Uhr.

Weihnachtsweg mit 13 Stationen

Die Weihnachtsgeschichte auf einem Bummel durch Geyer neu zu lesen, dazu laden Christen der Stadt ein. An 13 Stationen wird jeweils ein Moment der Weihnachtsgeschichte beleuchtet. Dort kann man sich noch bis zum 28. Dezember informieren und verzaubern lassen. Auf den Tafeln erfahren die „Pilger“ Wissenswertes und genießen den Adventszauber auf besondere Weise. Gestaltet hat den Weihnachtsweg die Landeskirchliche Gemeinschaft Geyer.

Was Geyer seinen Einwohnern und Gästen über den Jahreswechsel und im neuen Jahr zu bieten hat, dazu finden Sie Anregungen unter:

www.stadt-geyer.de