Kliniken Erlabrunn rüsten auf: Moderne Geräte für Eingriffe an der Wirbelsäule

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in Erlabrunn kann bei Wirbelsäulenoperationen auf jahrelange Erfahrung verweisen. Jetzt kommen dabei zwei neue Geräte zum Einsatz.

Erlabrunn

Bandscheibenvorfälle, Verengungen des Spinalkanals, stabile und instabile Wirbelkörperbrüche oder auch Verschiebungen von Wirbelkörpern sind Erkrankungen, die in vielen Fällen eine Operation erforderlich machen. Seit vielen Jahren werden an den Kliniken Erlabrunn solche Operationen an der Wirbelsäule durchgeführt.

 

Neue Geräte für das Team in Erlabrunn

Jetzt kann sich das Team der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie um Chefarzt Ulf Degenkolb über ein neues, modernes Mikroskop und einen neuen 3D-Bildwandler freuen. Von beidem profitieren die Patienten.

 

Einsatz während der Operation

"Mikroskop und Wandler kommen während einer OP oder auch am Schluss des Eingriffs zum Einsatz", erklärt Facharzt Jürgen Schulz. Das alte Mikroskop habe noch analog gearbeitet und musste ausgetauscht werden. Mit dem neuen Gerät sind Fotos und auch Videoaufnahmen möglich.

 

Bandscheibenvorfälle besonders häufig

Besonders häufig werden in Erlabrunn Bandscheibenvorfälle sowohl an der Halswirbelsäule als auch an der Lendenwirbelsäule operiert. Etwa 150 Operationen kommen im Jahr dabei zusammen. Die Wartezeiten auf Operationen haben sich in Erlabrunn deutlich verkürzt. Durch den Wegfall der Gynäkologie haben sich die Kapazitäten erhöht. Jürgen Schulz verweist aber darauf, dass auch konservative Behandlungsmethoden angeboten werden.

 

Diese Risikofaktoren nennt der Facharzt

Risikofaktoren beim Bandscheibenvorfall sind Übergewicht, Alter, eine muskuläre Schwäche sowie Degenerationen. Besonders häufig treten diese zwischen 30 und 40 Jahren sowie zwischen 50 und 60 Jahren auf. Meist seien es gute Hausärzte, die einen Bandscheibenvorfall als Ursache beispielsweise für Taubheitsgefühle vermuten und weiterführende Untersuchungen einleiten.

 

Diagnose erst im MRT möglich

"Eine richtige Diagnose ist erst im MRT möglich", erklärt Jürgen Schulz. Wann eine Operation notwendig ist, hängt vom Beschwerdebild des Patienten ab. Generell gelte, sobald eine Nervenschädigung droht, sei Eile geboten. "Bei der Operation wird der Patient auf den Bauch gelegt. Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv", so Facharzt Schulz.

 

Was bei der Operation entfernt wird

Durch die Operation werde aus dem Raum zwischen den betroffenen Wirbelkörpern alles entfernt, was dort nicht hingehöre. Denn bei einem Bandscheibenvorfall tritt gallertartiges Gewebe aus dem Kern einer Bandscheibe aus. Der Riss in der Außenhülle wird meist durch Verschleiß verursacht. Etwa drei Tage nach der Operation kann der Patient das Krankenhaus wieder verlassen. Auch eine Anschlussheilbehandlung ist in Erlabrunn möglich.

 

Was zur Vorbeugung empfohlen wird

In der Prävention empfiehlt der Facharzt aus Erlabrunn möglichst Normalgewicht, sportliche Aktivität und im besten Fall gezielte Rückengymnastik. "Über die Krankenkasse am besten einen Kurs buchen und das, was man in diesem lernt, zu Hause anwenden." Drei bis sechsmal die Woche zwischen 15 und 20 Minuten seien sinnvoll.

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