Kliniken teilen sich Chefarzt

Konzept Helios Klinikum Aue kooperiert mit Maximalversorger in Chemnitz

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Dr. med. Mathias Hänel Foto: R. Wendland

Aue. Ein Chefarzt für zwei Kliniken: das Helios Klinikum Aue hat mit dem Klinikum Chemnitz eine Kooperation geschlossen speziell auf dem Gebiet der Hämatologie/Onkologie. Demnach wird PD. Dr. med. Mathias Hänel, der beim Maximalversorger in Chemnitz Chefarzt der Klinik für Innere Medizin III Hämatologie, Onkologie, Stammzelltransplantation ist, künftig auch als Chefarzt der Klinik für Onkologie und Palliativmedizin am Klinikum in Aue vorstehen. Die Kooperation sei nicht aus Nöten herausgeboren, so Helios-Geschäftsführerin Prof. Dr. Bärbel Held: "Wir kämpfen nicht um Patienten, sondern gemeinsam für Patienten." Bereits jetzt werden Leute aus dem Erzgebirge in Chemnitz behandelt. Mathias Hänel sagt, man handle im Sinne der Patienten, die eine Behandlung nach neuestem wissenschaftlichen Stand erhalten sollen und das so wohnortnah wie möglich. Man müsse schauen, wie man ein System erarbeitet und definiert, welche Behandlungen in Aue und welche in Chemnitz erfolgen. Man müsse auch schauen, dass Patienten aus dem Erzgebirge den Zugang zu Therapiekonzepten im Rahmen von Studien bekommen. Die Fallzahlen sind in Chemnitz sehr hoch. Der Mediziner spricht von 3000 stationären und 2500 tagesklinischen Patienten im Jahr. Hinzu kommen bis zu 14.000 ambulante Patienten. Und jetzt kommt Aue hinzu. Auch dort gibt es eine enorme Fallzahlsteigerung. "Es ist nicht so, dass ich keine Belastung sehe. Ich habe mir die Entscheidung auch nicht leicht gemacht", so Hänel. Trotz der hohen Fallzahlen versuche man nah am Patienten zu sein.