Knutfest in Bad Schlema: Weihnachtsbäume gehen in Flammen auf

Tradition besteht seit 21 Jahren

Bad Schlema

Noch vor wenigen Tagen waren sie festlich geschmückt, erstrahlten im Lichterglanz und haben in den Wohnzimmern der Region für weihnachtliche Stimmung gesorgt, doch am Abend brannten sie lichterloh: die Weihnachtsbäume. Bereits im 21. Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Bad Schlema zum Knutfest eingeladen. Wie viele Bäume in all den Jahren verbrannt worden sind? Man hat sie nie gezählt. Doch es waren unzählige, weiß Wehrleiter Michael Kommichau, dem eins auffällt: „Es werden nicht zwingend mehr in den letzten Jahren, im Gegenteil, es werden weniger, was wir etwas schade finden.“ Der 45-jährige ist dennoch optimistisch, dass die Tradition erhalten bleibt und nicht einschläft: „Wir hoffen, dass es uns gelingt, die Leute zu motivieren, ihre Bäume vorbeizubringen und auf die Serviceleistung der Entsorger zu verzichten, die Bäume vor der Haustür abzuholen.“ Das Knutfest war ursprünglich einmal die Idee der Händlergemeinschaft in der Marktpassage in Bad Schlema. Die Feuerwehr war Partner und hat das Event irgendwann übernommen und auf das Gelände am Gerätehaus verlagert, einfach aus logistischen Gründen.

Jubiläum von 2025

Jubiläum von 2025 wird im August gefeiert Die Freiwillige Feuerwehr Bad Schlema schaute 2025 aufs 150-jährige Jubiläum, doch gefeiert wird erst dieses Jahr am letzten August-Wochenende. Die Wehr hat aktuell 42 Kameraden in der aktiven Wehr, 16 in der Alters- und Ehrenabteilung und 24 in der Jugendfeuerwehr. „Zum Jubiläum haben wir am 29. August ein Kinder- und Familien- und Blaulichttag geplant. Da haben wir einiges vor. Es wird ein buntes Treiben mit Vereinspräsentationen, Technikschau und der Vorstellung von Blaulicht-Organisationen. Auch eine Abendveranstaltung wird es geben“, so Michael Kommichau.

2025 war ein einsatzreiches Jahr

Mit 164 Einsätzen in 2025 haben die Bad Schlemaer einen neuen Rekord zu verzeichnen. „Im Schnitt haben wir um die 100 bis 120 Einsätze die letzten Jahre gefahren, aber 164 gab es in den 150 Jahren noch nie. Das war extrem viel“, so Kommichau. Woran es lag, könne man schwer sagen: „Die Einsätze waren breit gefächert. Man kann nicht sagen, das Brände oder Unfälle extrem zugenommen haben. Was wir merken durch die Rauchmelderpflicht, die es seit 1. Januar 2024 gibt, dass Heimrauchmelder vermehrt zugenommen haben. Oftmals sind die Alarmierungen glücklicherweise mit geringem Schaden ausgegangen oder die Rauchmelder haben auch grundlos ausgelöst.“ Es gebe einzeln betrachtet keine Sparte, die von der Fallzahl extrem nach oben gegangen sei, so der Wehrleiter: „Wir hatten im Juni ein Starkregen-Ereignis, das allein waren 25 Einsatzstellen. Aber selbst die reichen nicht aus, um den Anstieg zu begründen.“ So eine Sonderlage, wie Starkregen, Schneebruch oder ein Sturmereignis habe man eigentlich fast jedes Jahr mit.

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