Kommunen beschließen Zeitschiene

Politik Stadt Aue und die Gemeinde Bad Schlema planen Fusion

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Bad Schlemas Bürgermeister Jens Müller hat im Gemeinderat mehrheitlich Zustimmung erhalten. Foto: R. Wendland

Aue. Dass die Stadt Aue und die Gemeinde Bad Schlema Fusions-Gespräche führen, ist nicht neu: jetzt geht es um die Zeitschiene der geplanten Fusion zum 1. Januar 2019. Dieses Papier umfasst alle notwendigen Schritte bis zum rechtswirksamen Gemeindezusammenschluss.

Beide Räte haben die Zeitschiene jetzt mehrheitlich beschlossen. Doch gerade in Bad Schlema gab es im Vorfeld einige Diskussionen sowohl seitens der Gemeinderäte als auch der Bad Schlemaer. Im Gemeindesaal hatten sich zur jüngsten Sitzung rund 70 Bürger eingefunden. Es wurden Stimmen laut, warum man nicht auf Schneeberg zugeht.

Schneeberg bleibt Schneeberg

Bürgermeister Jens Müller sagt, es habe Gespräche mit Altbürgermeister Frieder Stimpel gegeben, aber der neue Bürgermeister Ingo Seifert habe klar signalisiert, dass Schneeberg, Schneeberg bleibt. Auf die Frage, warum man sich nicht ein Zweier-Bündnis mit Schneeberg vorstellen könne, gab es von Jens Müller die Aussage: "Wirtschaftlich ist Aue die bessere Wahl." Was vielen Bürgern nicht bewusst ist, der Gemeinde steht finanziell das Wasser bis zum Hals. Man muss handeln.

Letztlich hat man die Zeitschiene beschlossen und parallel auch, dass man dennoch mit Schneeberg das Gespräch sucht, um die Stadt als dritten Partner zu gewinnen. Aues Oberbürgermeister Heinrich Kohl, der die Tür offen hält sagt: "Der Ball liegt in Schneeberg." Gespräche solle man besser gestern als morgen führen. Im Vertrag mit Bad Schlema stehe, so Kohl, dass dieses Zweier-Bündnis offen ist für weitere Partner. Namentlich sei Schneeberg genannt. rw