Kommunen kämpfen um die Fusion

Mitbestimmung Initiative in Bad Schlema will Bürgerentscheid herbeiführen

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Tobias Andrä setzt sich für die Fusion von Aue und Bad Schlema ein. Foto: R. Wendland

Bad Schlema/Aue. In dem Moment, wo die Fusion zwischen Aue und Bad Schlema kurz vor der erfolgreichen Vollendung steht, werden Stimmen laut, die mehr Bürgerbeteiligung fordern. Konkret in Bad Schlema hat die Bürgerinitiative "Wir für Bad Schlema" Unterschriften für ein Bürgerbegehen gesammelt. Ziel ist es, einen Bürgerentscheid herbeizuführen.

Was den parteilosen Auer Stadtrat Tobias Andrä bei der ganzen Sache optimistisch stimmt ist: "Wenn es zum Bürgerentscheid kommt in Bad Schlema, dann ist es ein offenes Rennen." Nicht alle Bad Schlemaer sind nach seiner Überzeugung gegen eine Fusion mit Aue. Andrä ist bekannt als Verfechter der Fusion und des ganzen Themas Silberberg, das er für sich noch nicht abgehakt hat.

Bürger kennen Konsequenzen nicht ausreichend

Mit dem Vorstoß setze die Bürgerinitiative aber auch die Zukunft von Bad Schlema aufs Spiel, sagt Andrä: "Wenn dieser Bürgerentscheid herbeigeführt wird, verfolgt man ein Ziel und das lautet, die Fusion zu kippen." Man müsse aber die Tatsachen betrachten und diese den Bürgern auch nahebringen. Die Fakten seien glasklar und nicht von der Hand zu weisen. Andrä ist überzeugt: scheitert die Fusion, gehen in Bad Schlema die Lichter aus.

"Man muss den Bürgern auch erklären, welche Konsequenzen es hat, wenn die Fusion nicht zustande kommt. Das fehlt meines Erachtens", so Andrä: "Sicher kann man sagen, man behaart auf seiner Eigenständigkeit. Das ist legitim. Doch realistisch betrachtet hat man dann eine Kommune, die handlungsunfähig ist."