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Kork statt Granulat? Keine Alternative in Lauter

Umwelt Sportplatz an der Ludwig-Jahn-Straße bekommt einen Kunstrasen

Lauter-Bernsbach. 

Lauter-Bernsbach. Kork statt Granulat? Da will Thomas Kunzmann, Bürgermeister von Lauter-Bernsbach, die Kirche im Dorf lassen. Die EU hatte unlängst das für Kunstrasenplätze verwendete Material in Frage gestellt. Es sei umweltschädigend, hieß es. Die aktuell wohl einzige Alternative: Kork. "Dazu haben wir uns Expertenrat eingeholt", sagt Kunzmann. Mit dem Ergebnis, dass Kork keine Alternative ist. "Kork ist sehr leicht und wird schon bei schwachem Wind verweht. Regen schwämmt ihn aus und als Naturstoff kann er schnell schimmeln, gerade bei unseren Wetterverhältnissen im Erzgebirge. In diesem Fall müsste dann immer ein kompletter Austausch erfolgen", so Kunzmann.

Kostenseitig würde ein Wechsel von Kunststoffgranulat auf Kork zusätzliche 65.000 Euro verschlingen, denn auch das bereits bestellte und produzierte Granulat müsste die Kommune bezahlen - selbst, wenn sie es nicht mehr nutzen würde. "Und eine Förderung gibt es für Kork auch nicht." Brandaktuell ist das Problem in Lauter-Bernsbach, weil derzeit der grundhaft umgebaute und sanierte Sportkomplex an der Ludwig-Jahn-Straße kurz vor einem weiteren Fortschritt steht: Der neue Kunstrasen soll eingebaut werden. Einen Materialwechsel wird es nicht geben, waren sich die Räte einig. Zumal der Einbau länger dauern würde. In Summe aller Fakten sei der ursprüngliche Weg der richtige, so Kunzmann. "Ich denke, da machen wir nichts falsch." Geplant seien außerdem Filter-Vliese, damit der Kunststoff möglichst nicht ins Grundwasser gerät.



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