Von der Tanzwerkstatt bis zum Märchentheater: Das Kulturzentrum Erzhammer in Annaberg-Buchholz bietet noch bis Ende der Winterferien ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche. Dabei zeigt sich einmal mehr, warum das Haus mit dem historischen Friedrichssaal seit über 200 Jahren ein kultureller Mittelpunkt der Stadt ist.
Kreativ in den Winterferien
Wer in den Winterferien noch kreativ werden möchte, hat im Erzhammer verschiedene Möglichkeiten. Am 12. und 13. Februar öffnet die Schnitzwerkstatt, am 13. Februar gibt es die Schachwerkstatt. Die Tanzwerkstatt findet am 17. Februar statt, und zum Abschluss der Ferien lädt die Klöppelwerkstatt am 19. und 20. Februar zum Mitmachen ein.
Märchentage und Figurentheater
Die hauseigene Theatergruppe Hammerbühne präsentiert am 10. sowie 11. Februar das Märchen "Die drei kleinen Schweinchen". Seit 1971 spezialisiert sich die Gruppe auf Märchenspiele und arbeitet unter der fachlichen Anleitung von Christiane Schlott. Junge Teilnehmende und erfahrene Laiendarsteller erarbeiten gemeinsam Drehbücher, passen Figurenkonstellationen an und stellen Requisiten sowie Kostüme selbst her. Die Gruppe tritt gelegentlich auch außerhalb des Hauses auf, etwa in Olbernhau oder Stollberg, und trägt zu Festivals wie dem internationalen Märchenfilm-Festival "fabulix" bei.
Neue Mitwirkende sind jederzeit willkommen. Bereits jetzt wird am diesjährigen Weihnachtsmärchen gearbeitet. So viel sei verraten: Ein Kater spielt darin eine, vielleicht sogar die wichtigste Rolle.
Am Donnerstag, 12. Februar, gastiert die Theatermanufaktur Dresden und zeigt das Figurentheater "Die goldene Gans".
Ältester Veranstaltungssaal im oberen Erzgebirge
Das Kulturzentrum Erzhammer fungiert als zentrales Kultur- und Vereinszentrum im historischen Stadtkern von Annaberg-Buchholz. Es bietet Räume für kulturelle Bildung, Teilhabe und die Förderung von Kreativität für alle Generationen. Das Herzstück ist der Friedrichssaal, der seit 1819 existiert und damit der älteste noch aktive Veranstaltungssaal im oberen Erzgebirge ist.
Das Haus durchlief verschiedene Nutzungen und Trägerschaften. 1950 erhielt es den Namen "Erzhammer", 1970 übernahm die Stadt die Trägerschaft. 2019 wurde die historische Saalbezeichnung "Friedrichssaal" bewusst wieder aufgegriffen und der 200. Geburtstag des Saals gefeiert. Zuvor hießen die Räume schlicht "kleiner und großer Saal".
Vielfältiges Kulturangebot
Ein besonderer Fokus liegt auf der Traditionspflege des Erzgebirges. Mundart, Literatur und traditionelle Handwerkstechniken werden aktiv gepflegt. Ausstellungen und regelmäßige Veranstaltungsreihen ergänzen das Bildungsangebot. Das breite Kurs- und Workshopprogramm umfasst unter anderem Schnitzen, Klöppeln, Keramik, Tanz, Schauspiel, Malerei und Grafik.
Mehrtägige Spezialveranstaltungen
Pro Jahr finden über 100 Veranstaltungen statt, von Lesungen und Bildvorträgen über Kammerkonzerte und Theatergastspiele bis zu Tanzabenden, Kabarett und Blasmusik. Mehrtägige Spezialveranstaltungen wie die Annaberger Klöppeltage im September und die Erzgebirgischen Schnitzertage im März sind fester Bestandteil. Auch wissenschaftliche Konferenzen, Sammlungsbörsen für Münzen, alte Bücher und Ansichtskarten sowie heimatgeschichtliche Veranstaltungen gehören zum Programm.
Kulturzentrum als Ort der Begegnung
Über 40 wöchentliche Angebote in verschiedenen künstlerischen und handwerklichen Bereichen machen das Kulturzentrum zu einem lebendigen Ort der Begegnung. Neben der Hammerbühne gibt es Gesangs- und Chorangebote, eine Keramikwerkstatt mit drei Kursen, die Montagsmaler, Aquarell- und Acrylkurse sowie Handwerkskurse wie Schnitzen und Klöppeln, die für alle Generationen offen sind. Wöchentlich treffen sich verschiedene Tanzgruppen für Kinder, Jugendliche und Senioren.
Die enge Abstimmung mit anderen Kulturinstitutionen der Stadt wie der "Alten Brauerei e. V." oder dem Eduard-von-Winterstein Theater sorgt für komplementäre Programme und klare Profilbildung.
Weitere Informationen: www.erzhammer.de
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